Feedbehauben
Sitten & ModeBau-Lexikon 1881

behauben, akt. Z., einen Thurm mit einem Haubendach (s. d.) versehen. behauen, akt. Z., franz. délarder, dégrossir, engl. to hew, 1. (Steinm.) frz. tailler la pierre, engl. to tool the freestone, to cut the stoneés. Das Behauen od. Beschlatgen der Steine, d. i. die Verwandlung ihrer Bruchform in die regelmäßige, durch den Verband etc. von ihnen geforothek Heidelberg derte Gestalt durch Abstoßen oder Absprengen größerer oder kleinerer Steintheile mittels scharfer Instrumente, ist einer unter allen Bearbeitungsarten der Steine die einfachste u. daher am meisten angewendete. Die Benennungen Stein⸗ ing, hauerei, Bildhauerei verdanken diesem Verfahren ihren Räu Ursprung. Meist spricht man übrigens nicht von Behauen, sondern von Beschlagen. Das Verfahren wird daher in frz. Art. beschlagen B.beschrieben. In einigen Füllen ist aber zeug das Wort behauen im Gebrauch, z. B. das Lager behauen, betr. franz. faire le lit, engl. to hew the bed; oder ein Lager anhauen, dem Stein Lager geben, s. v. w.: die untere Lagerfläche eines Werksteins bearbeiten; einen Stein zu sehr behauen, franz. couper une pierre, erklärt sich selbst; einen Mühlstein behauen, frz. tailler une meule, engl. to cut-Out a millstone; einen Stein rechtwinklig behauen, frz. Equarrir une pierre, engl. to scapple, to sduare an ashlar, auch winkeln od. behauen schlechthin gen. Ferner sagt man: einen Stein mit Breiteisen und Schlägel behauen, frz. tailler avec le maillet et la honguette, engl. to boast an ashlar; mit dem Spitzhammer behauen spitzen, bespitzen, frz. tailler avec la grosse pointe, engl. to hev with the pickhammer. Näheres s.im Art. beschlagen B. Der Bildhauer spricht von behauen, frz. Ebaucher, engl. to hew roughly: aus dem Gröbsten bearbeiten. — 2. (Zimm.) franz. dégauchir, laver, engl. to hew. Auch hier wird häufiger der Ausdruck „beschlagen“ als „behauen“ gebraucht. Unter Behauen schlechthin, frz. Equarrir, 6CArrir, carrer, engl. to squaxe, to veer, versteht man oft das rechtwinklige Beschlagen der Stämme, noch häufiger die erste gröbste Bearbeitung mit der Behauart, franz. cognée, f. engl. axe, hewing-axe, die nach dem Einstechen folgt, s.d. Art. beschlagen A., also das Behauen aus dem Groben, frz. dégauchir, dégrossir, dresser à la cognée, engl. to work with the axe, to rough-hew. Das ganze B. ist eigentlich eine Holzverschwendung; sparsamer ist es, durch Abtrennen von Schwarten den vierseitigen Querschnitt des Holzes herzustellen, wobei auch noch die Flächen viel sauberer und aklurater hergestellt werden; nur wo der Arbeitslohn den Werth der zu gewinnenden Pfoste übersteigt, behaue man das Holz. Die Verbandhölzer behaut man gleich in der richtigen, ihnen zu gebenden Gestalt, u. bezeichnet ihre Bestimmung durch bes. gestellte Schnurschläge; s. Bezeichnung. — Ueber Art. beschlagen A. — 3. (Bergb.) frz. essayer la coche. Einen Gang b. heißt, mit Eisen u. Schlägel versuchen, wie sich ein Ge-Cor stein bearbeiten läßt; behauener Gang, ein früher schon das in Betrieb gewesener Gang. — 4. (Schmied. etc.) Metall b., die s. v. w. Metallstück mit dem Meißel heraushauen, franz. lieg ciseler, buriner le métal, engl.to work with the chisel, lieg im Unterschied von befeilen, schmieden, schneiden etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 324Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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