Biseau, m., frz., 1. Abfasung, auch verbrochene Ecke an Steinen, sowie Abschrägung an Hauptgesimsbalken. — 2. s. v. w. Balken (s. d. 6); bes. heißt biseau der Ballen, d. i. die schräge Schneidefläche, an neuen, noch nicht geschliffenen Werkzeugen; lever unbiseau, eine solche Fläche beim Schmieden der Werkzeuge anlegen. — 3. s. v. w. Fasette an Spiegelscheiben. — 4. Oberlabium an der Orgelpfeife. — 5. Einballiger Drehmeißel.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 389Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei