Blase, f., 1. frz. chaudron m. fermé, bouilloire, f., engl. still, Kettle, boiler, kupfernes od. gußeisernes Gefäß zumSieden des Wassers an Oefen od. anderen Feuerungen (s. d.). An Küchenöfen bringt man sie in der Regel so an, daß das Feuer von der Seite von oben auf sie einwirkt; man macht sie meist oben etwas weiter als unten u. rechnet auf eine gewöhnliche Familie eine Blase, die ½% Kbm. Wasser faßt. Zu dieser braucht man dann ungefähr 10½, kg. Kupfer, von Gußeisen wiegt sie ca. 13 kg.; man darf die Wandungen weder zu schwach noch zu stark machen; gußeiserne müssen jedoch wenigstens 4 mm. stark u. innen emaillirt, die kupfernen innen verzinnt sein; sie sind oben verschlossen, stehen aber vorn aus dem Ofen vor u. haben an dieser Stelle einen Deckel zum Abnehmen, um ausschöpfen zu können; etwa angebrachte Hähne bleiben nur selten dicht. — 2. Destillirblase für Branntweinbrenner, frz. alambic, engl. still, alembie, sind mit einem weiten Hals, auf welchem der Helm sitzt, versehen; am zweckmäßigsten macht man dieselben flach u, giebt ihnen 43 cm. Seitenhöhe; der Boden ist gerade, nur mit geringer Neigung nach dem dicht am Boden angebrachten Abzapfrohr zu; die sog. Wein- oder Läuterblase erhält ganz die Konstruktion der Lutterblase, nur ist sie etwas kleiner; s. d. Art. Kessel, Lutterblase und Brennereianlage. — 3. Der Putz an Wänden bildet Blasen, frz. soukklure, ampoule, f., engl. blister, wenn entweder einzelne Theilchen des Mörtels nicht gehörig vermengt waren u die Löschung im Kalk, welche immer mit Ausdehnung verbunden ist, sich nach dem Aufbringen an die Wand fortsetzt, oder auch, wenn hinter der betreffenden Stelle Steine liegen, die sehr stark schwitzen od. lebhaft Salpeter ansetzen und dabei Putz abstoßen. — 4. Oelfarbe bildet Bin, frz. vésicule, f., wenn die angestrichene Fläche feucht war; vgl. Anstrich, Oelfarbe etc. — 5. Ueber die Bin im Gußeißen etc., frz. souk-Hure, chambre, fouille, f., engl. honey-comb, flaw, auch Galle, Grube gen., s. d. Art. Gußeisen.