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HeilkundeBrockhaus 1882

Blase (Vesica) bezeichnet in der Anatomie ein häutiges Hohlorgan für Flüssigkeiten, wie die Harnblase, die Gallenblase, die Allantois (s. Ei) gewisser Tiere, die Schwimmblase der Fische (Hausenblase); in der und Sclei die Ablösung der Epithelien auf Haut und Schleimhäuten, besonders die der Oberhaut, unter welcher 18 verschiedene HI sigkeiten ansammeln können (3. B. Blutwasser, Blut, Derbre Luft). Solche Blasen Auetshn infolge von erbrennungen, Vesikatoren, Quetschungen, Reibungen, Sichwundgehen u. dgl., oder als selbständige Krankheit, sog. Blasenausschlag oder Pemphigus (s. d.) oder als Nebenerscheinung bei manchen Hautrosen, bei feuchtem Brand, als Anfangspunkt der Schmutzflechte 7 u. s. w. Erreichen derartige Oberhauterhebungen nur die Größe eines Hirsekorns oder Stecknadelkopfs, so werden sie als Bläschen (vesiculae) bezeichnet. Diese sind noch viel häufiger und bilden die Grundform vieler Hautausschläge, z. B. der Flechten und Elzeme, des Gürtelausschlags (Zoster), der * blattern, des Friesels u. a. m. der 19 5 ist das unveränderte Doner der Blasen und Bläschen nur von kurzer Dauer, indem die Hülle der-Dupch berstet und den Inhalt entleert oder letzterer urch Aufsaugung und Vertrocknung schwindet und die leere Hülle in Euerd einer Schuppe oder Kruste zurückläßt. Über Eiterbläschen s. Pustel. ů Ropits (frz. pistolet, engl. copper), ein in die Schöpfbütte eingesetzter kupferner Heizapparat, s. unter Papierfabrikation.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 128Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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