Brasure, f., brazure, f., frz.; 1) das Hartloth; 2) das Löthen mit Hartloth; 3) die Löthstelle. spit, broacher, zum regelmäßigen Umdrehen des Bratspießes, frz. broche, f., engl. broach, spit, in einem eisernen Gestell, dem Bratbock, dienende Vorrichtung; meist sind diese Maschinen wie Thurmuhren konstruirt, durch Gewichte od. Federn in Bewegung gesetzt u. durch ein Pendel oder ein Schwungrad in gleichmäßiger Bewegung erhalten. Die durch Federn getriebenen sind die besten u. jetzt vorzugsweise angewendeten; sie sind auf einem Klotz befestigt und daher leicht zu transportiren. Es wird auch wohl auf zwei durch den Schornstein gehende Balken ein blechernes Rad, welches ringsum etwas gebogene breite Flügel hat, horizontal befestigt und durch den im Schornstein fortwährend stattfindenden Zug in Bewegung gesetzt; dasselbe steht durch ein Getriebe mit dem Bratspieß in Verbindung, wodurch dieser gedreht wird. Hratofen, m., frz. four m. à rötir, engl. oven for baking meat, auf oder neben dem Kochherd angebrachter kleinerer Ofen zum Braten u. Backen; früher machte man den Feuerraum meist70 em. lang, 42 cœm. breit, 1520em. hoch, mit einem Ofenloch von 14 em. Breite u. Höhe. Hierauf setzte man die Brathröhre, d. h. einen Eisenkasten, auf zwei quer über die Feuerung liegende Eisenstäbe, doch so, daß sie von allen Seiten vom Feuer umspielt werden konnte, worauf der Herd vollends aufgemauert und 12 cm. über der Röhre zugedeckt oder gewölbt wurde. Bei den jetzigen modernen und sehr vervollkommneten Küchenfeuerungen ist der Bratofen häufig zugleich mit den eigentlichen Kochvorrichtungen zu heizen, in anderen Fällen aber hat er ein eigenes Feuerloch, so daß er, auch ohne den übrigen Raum der Kochmaschine zu heizen, benutzt werden kann; die Einrichtung ist danach, sowie in anderer Beziehung, ungemein manchfach; s. d. Art. Kücheneinrichtung, Ofen und Herd.