FeedDachtraufe
BaukunstBau-Lexikon 1881

Dachtraufe, Dachtropfe, 1. frz. égout, engl. eaves, ital. gronda, lat. stillicidium, eigentlich das von der unteren Kante der Dachdeckung abtropfende Wasser, daher die von demselben auf dem Fußboden gemachte Spur, die Entfernung dieser Spur vom Haus, welche natürlich gleich der Ausladung des Hauptsimses ist u. oft zum Gegenstand gerichtlicher Feststellung wird, namentlich in Bezug auf das Traufrecht (s. d.). 2. Bei Dächern, auf denen eine Dachrinne liegt, ist D. gleichbedeutend mit Dachfuß (. d. 2.), frz. aVant-toit, unter der Rinne, resp. dessen horizontale Breite, richtiger Dachausladung, Traufweite,frz.séveronte, engl. severans, lat. augerea, agotum. 3. Wird es auch fast gleichbedeutend mit Traufschicht (s. d.) gebraucht.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 117Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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