FeedDosenlibelle
TechnikBau-Lexikon 1881

Dosenlibelle, f., Wasserwäge in Form einer runden Dose von Messing, oben durch eine ebene Glasplatte geschlossen. Die untere Bodenfläche ist am Rande erhöht, um dadurch das Stellen derselben auf nicht ganz glatten glit / mothes 1882bd2/0182 K Heidelberg OFC Flächen zu ermöglichen. Das Innere der Dose ist mit rektifizirtem Weingeist, der zum bessern Erkennen auch gefürbt sein kann, so gefüllt, daß noch eine kleine Luftblase geblieben ist. Das Instrument ist nun so eingerichtet, daß. wenn die Luftblase genau die durch einen Kreis bezeichnete Mitte der Glasplatte einnimmt, der untere Rand der Dose genau horizontal ist. Es gehört eine gewisse Uebung zum Einstellen der D.; bequemer ist der Gebrauch von zwei Röhrenlibellen (s.d.), welche man in winkelrechter Richtung gegen einander auf der horizontal zu stellenden Platte aufsstellt, da man schneller als die D. die eine Röhrenlibelle nach der andern in eine richtige Lage bringen kann, weil man hier nur eine Längenrichtung zu beachten hat.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 172Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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