Drachenbaum oder Drachenblutbaum, m., frz. dragon-⸗ nier, m., heißen mehrere ausländische Baumarten, deren e Säfte zu Tropfen von rother Farbe verhärten; letztere heißt Drachenblut, frz. sang-dragon, engl. dragons blood. Es gehören hierher: 1. Der afrikanische Drachenbanm Dracaena Draco; Fam. Liliengewächse), wegen des hohen Alters d berühmt, das einzelne Exemplare auf Teneriffa erreicht l haben, liefert eine schlechte Sorte Drachenblut. — 2. West-e indischer Drachenbaum (Pterocarpus Draco L., Familie Hülsengewächse, Gruppe Dalbergicae), liefert Drachenblut durch seinen rothen Saft, der an der Luft eintrocknet, und schneeweißes hartes Holz. — Das Holz des nahe verwandten Kork-Drachenbaumes (Pt. suberosus D. C.), sehr porös, deshalb sehr leicht, ist auch unter den Namen Bois tousieux oder Bois Moutouchi bekannt. — 4. u. 5. wird Drachenblut gewonnen von einer Art hucca (Vucca Draconis L., Fam. Liliengewächse) in Carolina, sowie 6. von mehreren Arten Rotang-Palmen, in Südasien (s. d. sowie Blackboy-gum). Es kommt auch Drachenblut in Stangenform in den Handel. Aus ihm läßt sich eine schöne Saft-⸗ farbe herstellen, auch in Oel ist es als Lackfarbeanwendbar.!