Druck, m., frz. pressure, f., 1. die Aeußerung der Schwere eines Körpers auf einen unter ihm befindlichen, der seinem freien Fall ein Hindernis bietet. Bei festen Körpern wirkt derselbe in einer senkrechten Linie, welche durch den Schwerpunkt der Körper geht. Ueber Modifikation dieser Richtung u. Stärke des D.s bei Gewölben, Hinterfüllungen etc. s. d. Art. Gewölbe, Widerlager etc. — Flüssigkeiten, da sie leicht verschiebbar in ihren Theilen sind, drücken nach unten u. nach den Seiten; Näheres s. in d. Art. Hydrostatik, Röhre etc. Der D. des Wassers auf die Wände eines Gefäßes ist geringer, wenn das Wasser in Bewegung, größer, wenn es in Ruhe ist. Man hat daher den hydrodynamischen (od. hydraulischen) D. vom hydrostatischen zu unterscheiden. — 2. Dämpfe üben vermöge ihres Bestrebens, einen immer größeren Raum zu erfüllen, d. i. vermöge ihrer Spannkraft, nach allen Richtungen hin gleichen D. aus, den Zuführung von Wärme steigert, Abkühlung mindert. Was hiervon ins Baufach schlägt, s. unt. Dampfu. Gas. — 3. Formgebung durch D., d. i. durch Pressung mittels physikalischer, meist mechan. Hülfsmittel, kommt bei dünnen Metallarbeiten u. beiFormziegeln in Anwendung. — 4. Die Vervielfältigung durch den D., d. i. durch die mechanischellebertragung von Farben, wird im Bauwefsen bes. bei Tapeten (s.d.) angewendet. — 5. Im Bergbau braucht man den Ausdruck, wenn die Grubendecke herabsinkt, infolge dessen die Zimmerung zerbricht.