Glanz, m., 1.(Phyf.) frz. lustre, éclat, m. Der Glanz als Erscheinung entsteht durch Zurückwerfung der Lichtstrahlen, die auf eine Oberfläche fallen, und wird um so lebhafter, je härter und glätter die Oberfläche ist. Den Mineralien dient der Grad des Glanzes als Hauptkennzeichen, und man unterscheidet: a) Metallglanz; b) Diamantglanz; c) glasartigen (Glasglanz); d) perlmutterartigen (Perlglanz); e) Wachsglanz; k) Fettglanz. Fehlt der Glanz ganz, so heißt das Mineral matt; glänzen nur einzelne Punkte, so ist es schimmernd (Schimmerglanz). — 2. Nicht ganz zu Pulver gestoßenes Glas oder dgl., womit Simsstreifen, Füllungen und andere Dekorationsgegenstände bestreut werden, nachdem sie mit einem Firniß bestrichen worden sind.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 459Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei