Fröschleingeschwulst (Ranula) oder Frosch, eine rundliche Eystengeschwulst unterhalb der Zunge, welche aus einem dünnen häutigen Sack und einem bald wässerigen, bald schleimigen zähflüssigen Inhalt besteht und in den allermeisten Fällen durch eine übermäßige Ausdehnung des ½. Ausführungsganges der Unterkieferspeicheldrüse entsteht, wodurch es zu einer krankhaften Ansammlung des abgesonderten Speichels kommt. Bisweilen entsteht sie auch durch die Erweiterung eines oder mehrerer Schleimfollikel, die in der Unterzungenschleimhaut gelegen sind. Der Umfang dieser Cystengeschwülste ist von sehr verschiedener oherl bald sind sie bohnengroß und liegen nur oberflächlich, bald erreichen sie den Umfang einer Walnuß oder selbst eines Hühnereies und darüber; gewöhnlich wachsen sie nur sehr langsam und sind an sich schmerzlos, können aber bei erheblicherm Umfange Beschwerden beim Schlingen, beim Sprechen und selbst beim Atmen hervorrufen oder sogar Lockerung und Verlust der Zähne herbeiführen. Heilung kann nur durch einen operativen Eingriff erreicht werden, indem man entweder die ganze Geschwulst mit dem Messer aus ihrer Umgebung ausschält oder einen größern Teil der vordern Balgwand vermittelst einer Schere ausschneidet und nach Abfluß des Inhalts den übriggebliebenen Teil der Cystenwand durch einige Nähte mit der Mundschleimhaut vereinigt. Das bloße Anstechen der Geschwulst, wodurch der Inhalt ausfließt, bewirkt nur sehr rosch wi Erleichterung, da sich gewöhnlich ma rasch wieder neue Flüssigkeit in dem Sacke ansammelt.