FeedBronchien
HeilkundeBrockhaus 1882

Bronchien (grch.) oder Luftröhrenäste nennt man die Äste und Zweige, in welche sich die Luftröhre (s. d.) in der Höhe des fünften und sechsten Brustwirbels teilt (sog. Bifurkation der Luftröhre) und die sich in der Lunge baumförmig verzweigen und an ihren feinsten, im Durchmesser 0,2 am messenden Endigungen zahlreiche bläschenartige Ausbuchtungen, die sog. Lungenbläschen oder Lungenalveolen, tragen (s. Lunge). Gleich der Luftröhre sind die B. cylindrische Röhren, aus einer glatten, mit zahllosen Flimmerzellen versehenen Schleimdase gebildet, welche nach außen durch elastische asern und lleine norpelplättchen verstärkt werden und zudem eine ziemlich kräftige Muskelschicht besitzen, durch deren Zusammenziehung der abgesonderte Schleim sowie der eingeatmete Staub nach außen, nach dem ulhen if zu, entfernt werden. Ihre häufigste Krankheit ist die katarrhalische Entzündung, der Bronchialkatarrh (s. d.), der die gewöhnlichste Ursache des Hustens bildet. (S. Tafel: Brusteingeweide des Menschen.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 575Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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