Fuß, Fußton bezeichnet in der Orgel die Tonhöhe; der Ausdruck ist von der Länge der Pfeifen hergenommen. Die Pind von 18 Stimmen oder Register in der Orgel sind von 16, 8, 4, 2 F., man hat aber auch solche von größern und kleinern Maßen. Je länger die Pfeifen, desto tiefer sind die Töne und umgekehrt; die 32füßigen Pfeifen liefern die tiefsten vorhandenen Töne. Die achtfüßigen Pfeifen geben die Töne so an, wie sie in der natürlichen Lage ansprechen; das große Cder Orgeltaste klingt daher wirklich wie das große C, während die vierfüßige Pfeife die höhere Oktave von C, also das kleine , hören läßt u. s. w. Die achtfüßigen Pfeifen sind deshalb als die eigentlichen Grundsäulen und Brustregister der Orgel anzusehen. (S. Or gel.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 428Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei