Ganaschen werden in der Sprache der Hippologie die Teile am Pferdekopf genannt, welche fie anatom. Grundlage die breiten Teile der Unterkieferäste und die diese bedeckenden äußern Kaumuskeln haben, zwischen welchen der Kehlgang liegt. Steht der hintere, nicht abgerundete, sondern mehr eckige Rand der G. zu nahe an den Querfortsätzen des ersten und zweiten Halswirbels, so ist die Beweglichkeit des Kopfes zu gering und es wird ein nicht ausreichendes Abbiegen des Kopfes bewirkt, was man als Ganaschenzwang zu bezeichnen pflegt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 521Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei