FeedGelimer
GeschichteBrockhaus 1882

Gelimer, der letzte afrikan. Ientel des a war ein Sohn des Gelarich, ein Urenkel des Königs Geiserich, und unter dem schwachen und unfähigen König Hilderich, dem zu den Byzantinern neigenden, entarteten Abkömmling des Hauses der Asdingen, Führer dererbitterten vandalischen Nationalpartei. Ein tapferer Feldherr, stürzte er Hilderich nach dem Siege über die Mauren im J. 530 n. Chr. und bemächtigte sich selbst der Herrschaft. Bald darauf griff jedoch der byzantinische Kaiser Justinian I. ein, der seine Kriege zur Restauration des Römertums und des Katholizismus im Abendlande zuerst bei den erschlafften und durch Hilderichs Thor0 mit den Ostgoten verfeindeten Vandalen begann. Nach einer Reihe schlauer diplomatischer Verhandlungen schickte Justinian im Sommer des J. 533 n. Chr. den Beljsar gegen die Vandalen aus. Trotz seines tapfern Widerstandes war nach der Niederlage bei Trikameron (im Dez. 533) der Fall des Reichs nicht mehr aufzuhalten. G. selbst mußte sich endlich im Gebirge Paggua lietzt Edough) an die Gegner ergeben und wurde im Mai 534 von Karthago nach Konstantinopel gebracht, dort in Belisars Triumphzug im Hippodrom mit aufgeführt und von Justinian mit Landgütern in Galatien ausgestattet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 722Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6