Haustein, m., 1. frz. OEULon m. d'appareil, pierre f. de taille, engl. asblar, mittelalt.⸗lat. petra talliae, alle Bruchsteine, welche vom Steinmetz in regelmäßigen Formen behauen werden können. Vergl. d. Art. beschlagen, Bausteine, Arbeitszoll etc. — 2) frz. pierre taillée, engl. cutstone, freestone, lat. petra viva, behauene Steine. Ueber Hansteinquadern s. d. Art. Quadern; über Hausteinverband s. d. Art. Mauerverband. engl. kreestone-vaulting. Diese gewähren, vermöge der größeren Festigkeit der Steine und meist auch vermöge des größeren Widerstandes gegen Verwitterung, mehr Sicherheit als Gewölbe aus Backsteinen. Da aber bei Han die Wölbsteine möglichst groß angewendet werden, so ist die Bindekraft des zwischen den Stoß⸗ und Lagerflächen des Steines befindlichen Mörtels nicht ausreichend, mit der Schwere der Steine in das Gleichgewicht zu treten. Es werden daher die Wölbsteine nur durch genaues Anschließen in ihrer Lage erhalten und häufig ohne Mörtel versetzt, HEIDELBERG O Universitats erst nach dem Versetzen der Steine werden dann die offenen Fugen mit Mörtel ausgegossen. Dadurch soll das Eindringen der Nässe mehr verhindert und so der Zerstörung der Steine durch den Frost vorgebeugt werden. Die Bindekraft des Mörtels oder Cements kann unter Umständen jedoch vollkommen ausreichend sein, dem Bestreben der Wölbsteine nach Veränderung ihrer Lage das Gleichgewicht zu halten, und selbst da, wo dies nicht der Fall ist, wird das Anwenden von Mörtel zum Vermauern der Steine immerhin zu Verminderung des Seitendrucks, welchen ein Gewölbe äußert, beitragen.