FeedKämpfer
BaukunstBau-Lexikon 1881

Kämpfer, w.., 1. auch Anfall genanmt, frz. imposte, k., coussinet, m., engl. impost, abutment, ital. mposta, s.v. w. Widerlager, bes. aber der Stein, der das Widerlager bildet, und — 2. eigentlich genauer Kämpfergesems, frz im-Pposte ornée, engl. impost-moulding, das Simswerk, welches zur Verzierung einer Widerlagslinie dient; man giebt ihm in der Regel von 7..—½ der Bogenweite zur Ausladung etwa ½ ½ seiner Höhe; die Form des K.s richtet sich natürlich nach dem Stil; entweder läuft er glatt durch, durchlaufender, fortlausender K., frz. i. continue, engl. continous, running i., oder er wird durch Pilaster etc. Unterbrochen, frz. 1. Coupée, engl. discontinous i., ital. imposta tagliata, oder er verkröpft sich, frz. u recoupse, engl. mitred, bent i., ital. imposta centinata; er läuft wohl auch um Nischen oder Säulen herum, frz. i. eintrée, engl. curb i., ital. nposta arcuata; hat er sehr wenig Ausladung, so heißt er eingezogen, frz. 1. mutilée, engl. flat 1., ital. imposta mutilata. — 3. frz. Gormant, engl. transom, Weitstab in den Fenstern, s. d. Art. Fenster, bei Thüren mit Oberlicht der Querriegel, auf welchem das Oberlicht aufsitzt und an den die Thür anschlägt. springing, chord, Linie, an welcher die Gewölbsohle die Laibungsfläche des Pfeilers trifft. Zwei Punkte in der Kämpferlinie eines Gewölbes, welche in einem gegen die Achse des Gewölbes normalen Querschnitt liegen, heißen zusammengehörige Kämpferpnnkte.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 145Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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