ziehen, 1. trs. Z., franz. tréhler, tirer, engl. to draw, s. v. w. verlängern, dünner machen und dabei zugleich nach einem gewissen Querschnitt gestalten, z. B. Draht, Gewehrläufe, Simsglieder von Gips, s. d. betr. Art. — 2. Nach einer gewissen Linie anlegen, z B. einen Graben, eine Mauer etc. — 3. Von der lothrechten Linie abweichend aufführen, z. B. Schornsteine, sie wenig schleifen. — 4. (Bergb.) franz. mesurer sous terrain, engl. to dial, to line, einen Grubenbau aufnehmen, geschieht durch den Markscheider. — 5. (Kohlenb.) frz. tirer, engl. to draw, die Kohle aus dem Meiler nehmen. — 6. frz. auch mener, eine Linie ziehen, s.v. w. auftragen, eine Senkrechte ziehen, s. v. w. errichten etc. — 7. (Schiffb.) ein Schiff ziehen, s. v. w. holen u. pomätschen; vergl. auch hissen. — 8. (rückw. 3) sich z., ähnlich wie sich werfen, d. h. krumm, windschief werden, aber öfter von Mauern als von Holz gebraucht etc. Zirhgatter, n. (Mühlb.), im Ziehwerke auf⸗ u. abschiebbarer, starker, viereckiger Rahmen, worauf die Wellzapfen der Pansterräder liegen, so daß diese aufgezogen u. niedergelassen werden können.