Katharinenrad, u., s. Glücksrad, frz. roue f. de Ste. OCatherine, fenétre f. rayonnante, engl. Wwheel-window, OCatherine-wheel, Marigold-window, s. v. w. Radfenster (f. d.). Die Benennung kommt seit Beginn des 13. Jahrh. vor, die Gestaltung, ursprünglich häufig als Glücksrad (s. d.) ausgebildet, folgte natürlich den Schritten der Stilausbildung. Wir geben in Fig. 2301 das Katharinenrad an der Westfront der Kathedrale von Chartres von 1145, in Fig. 2230 eines von etwa 1090, in Fig. 2302 das K. an der Westfront der Kathedrale von Rheims von cirea 1250, und in Fig. 2303 das K. an der Westfront der Kathedrale zu St. Ouen zu Rouen aus dem 14. Jahrhundert.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 161Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei