Katheder, u. lat. rostrum, s. v. w. Lehrstuhl, abgeleitet von Cathedra 0 d.), nennt man die gewöhnlich auf einem zwei Stufen erhöhten Unterbau stehenden Lehrstühle in Schulsälen etc. Man macht in der Regel den Unterbau bei Hörsälen, wo eine schwarze Wandtafel gebraucht wird, ca. 2,—3 m. lang und mindestens 1½% m. tief; vorn wird er durch eine Brüstung umschlossen, hinter der sich ein schmaler Tisch hinzieht und auf deren Mitte ein Lesepult, thunlichst schieben, angebracht ist. Für andere Lehrgegenstände können sie kleiner sein; auch werden so die Rednerbühnen im allgemeinen genannt, dieselben werden quadratisch od. polygon gemacht und der innere Durch-IIII messer muß — Le 1 5—0 Fig. 2501. Aus Rheims (ea. 1250). Höhe der Brüstung etwa 1—1½ m. Die Stufenzahl steigert sich, nach der Größe des Säls, bis zu 6. Vgl. übr. d. Art. Rednerbühne.