Kerkis, griech. vepxle, s. v. w. cuneus im antiken Theater und Amphitheater. Bermesbeere, k. pl., 1. frz. grain m. d'Avignon, die eeren des Kermesstrauches (PRytolacoa decandra L.), der in Nordamerika einheimisch, in Südeuropa verwildert ist. Sie enthalten einen scharfen Saft und werden arzueilich sowie zum Violettfürben verwendet; — 2. öfter Kermeskörner, n. pl., frz. kermes, engl. kermes-grains, pl., alkermes, s., die Kermes-Schildlaus (Coccus Ilicis), welche in Südeuropa, besonders in Griechen⸗ — land, auf der Kermeseiche (Quercus coceifera L.) lebt und deren Weibchen täuschend rothen Beeren ähnlich aufschwillt. Letzteres wurde vor Entdeckung der Cochenillen-Schildlaus zur Herstellung rother Farbe benutzt. Kermesbeerenlack, lach, frz. écarlat m. de France, de graines, engl. krench scarlet, feine rothe Farbe, die aus Kermesbeeren bereitet wird. Man reinigt Scherwolle von weißem Tuch in einer Flüssigkeit von Alaun und Weinstein, kocht dann gepulverte Kermesbeeren in 1 Theil Lauge von Rab enkleie, schem und 3 Theilen Wasser auf und wirft dann die Scherwolle hinein; sobald sie sich gefärbt hat, nimmt man sie heraus, wäscht und trocknet sie, siedet sie dann in einer von Holz gemachten reinen Lauge u. filtrirt diese Flüssigkeit, gießt dann Wasser, worin Alaun aufgelöst worden, zu dieser gefärbten Lauge, wodurch der Farbstoff koagulirt u. als Schlamm im Filtrirsack zurückbleibt.