Knebel, m., 1. (Masch.) auch Reitel, Rödel, m., franz. burin, garrot, m., cheville f. à tourniquet, trésillon, engl. woolding-stick, woolder, toggel, Stück Holz, in das Seil eines Haspels oder Göpels oder sonst ein Seil quer hineingesteckt, oder auch zwischen zwei parallele Seile oder zwei Ketten quer hindurchgelegt, oder mittels besonderen Knotens (Anebelknoten, Bremsknoten) darin befestigt,‚ um durch Drehung des Kis das Seil etc. fester zu spannen. — 2. (Schloss.) frz. eler de chaine, engl. Joder key of chain, ein Stück Eisen in Gestalt eines P. Es dient zu Schließung der Ketten etc. und wird zu diesem Behuf durch den am Ende einer Kette befindlichen oder im Lauf derselben von Zeit zu Zeit als etwas größeres Glied eingefügten Kuebelring gesteckt. Anebeldrücker, m. einseitiger Thürgriff, ähnlich dem Kreuzgriff, nur daß eben der eine Arm, der von der Schlagleiste abgekehrte und der Bandseite zugekehrte, auf den man drückt, länger ist; derartige Griffe drücken natürlich sehr auf die betreffende Feder, hängen bei Abnutzung des Schlosses leicht schlaff herab und verlangen daher eine besondere Contrefeder im Schloß.