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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Mahagoniholz, n. (Bot.) frz. acajou, m., engl. mahogany, 1. echtes, vom Mahagonibaum (Swietenia Mahagoni, Fam. Cedreleen) in Mittelamerika, auch Mahoni u. Alahsgani genannt. Es hat schmale, wenig auffallende Jahresringe, die Spiegel sind klein, doch deutlich sichtbar, seidenartig glänzend. Die sehr sichtbaren, kurzen Poren sind offen oder ausgefüllt und lassen es fein gestrichelt erscheinen; das Holz ist gewässert, marmorirt, gemasert od. glatt, hat braune Adern, ist oft sehr dunkel und erhält ein abwechselnd schillerndes Spiel durch Knoten; das schönste hat dunkle Adern auf hellem Grund, an Härte, Schwere, Dichtheit und Feinheit des Gefüges verschieden. Luft, Oele und Wachs machen das Holz nach und nach dunkler; eine Violettfarbe giebt ihm das Kalkwasser, die Politur hält sich darauf gut, s. übr. Swietenia. Ein Londoner Arzt führte es am Ende des 17. Jahrhunderts in England ein. Das sehr gesuchte und theure Mahagonipyramidenholz ist nur durch die Art des Schnittes bedingt, der durch zwei gegenüberliegende Aeste geführt wird. Diese allmählich pyramidenförmig über einander aufsteigende Holzlage zeigt aufs schönste der sog. Bretbaum (Heretlera fomes) der von selbst nur nach zwei Seiten wachsen soll Bei einem Querschnitt von 15em. Höhe u. 5am. Breite finden sich gegen 30 Holzlagenüber ernander. —2. Reuholländisches M., ein braunrokhes, veilchenartig riechendes Holz, kommt von einem Myrtengewächs, von Eucalyptus robusta u. H. Globulus, von Bäumen, welche 90—120 m. Höhe und 18—24 m. Umfang erreichen. — 3. Das weiße M. von dem Elefantenlausbaum (Anacardium occidentalis) ist zwar hart, aber weniger geschätzt, da es voller Knoten und Ritze ist. Vgl. auch den Art. Acajou. — 4. Kapläudisches K., kommt von der Curtisia lagines (Fam. Celastrineen). — 5. M. von Madeira, auch Vinaticoholz ge-Sbibliothe Heidelberg LODF nannt stammt von Persea indica (Fam. Lorbergewächse), desgl. von Oedrela odorata L. (Fam. Cedreleae), einem in Südamerika und Westindien einheimischen Baum. Es ist röthlich, leicht, porös, stark und angenehm riechend und wird viel zu Zuckerkisten und Cigarrenkästen verarbeitet. — 6. Afrikanisches M., Bastard-M. Madeira-M., franz. acajou batard, kommt von der Khays Senegalensis (Fam. Cedreleen) u. wird von St. Louis ausgeführt. Es ist in Senegambien u. Sierra Leone nicht selten u. ähnelt sehr dem echten Mahagoni. — Ueber mahagoniartige Maserung s. Imitation A. 6.; mahagonifarbige Holzbeize s. d. Art. Beize.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 321Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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