Mühlgraben, m. frz. ooursier, canal m. de moulin, engl. race mill-race, channel, span. embocaderoMühlenbau), Kanal zu Aufnahme des Wassers von einem Flusse oberhalb des Mühlwehres. Man führt den M. immer so weit, als es das bei oberschlächtigen Mühlen nöthige Gefälle erheischt. Ist solches überhaupt unerreichbar und muß man also eine mittel-oder unterschlächtige Mühle anlegen, so legt man keinen eigentlichen M. an, sondern regulirt nur den Wasserlauf durch einen od. mehrere an geeigneten Stellen ins Wasser gebaute Dämme. Man unterscheidet am M. gewöhnlich den Obergraben, welcher das Wasser dem betreffenden Motor zuführt, und den Untergraben, der es aus dem Motor ableitet. Ersterem giebt man kein großes Gefälle, gewöhnlich das relative Gefälle bis 0,5e; dem Untergraben jedoch ein stärkeres,