FeedSchleifmühle
TechnikBau-Lexikon 1881

Schleifmühle, k., frz. aiguiserie, f., engl. grindingmill. Durch ein Mühlwerk werden verschiedene Schleifsteine und hölzerne, mit Leder überzogene Polirscheiben Oberfläche des Steines immer unter gleichem Winkel hin u. her; da dies ziemlich schwierig ist, werden die Schneiden meist etwas rundlich. — 2. Drehstein, frz. meule (de rémouleur), engl. grinding-mill. Bei diesem ist das Schleifen leichter gleichmäßig zu bewerkstelligen, doch nutzen sich die Steine gern ungleichmäßig ab und werden unrund, so daß sie von Zeit zu Zeit nachgearbeitet werden müssen. Fig. 3087 giebt ein sehr zweckmäßiges Gestell zu einem solchen Drehstein; a ist der Stein, bein Deckel, umdas Herausspritzen des behufs Vermeiden der Erhitzung in den Schleiftrog o zu füllenden Wassers zu verhüten; das Bretchen e, DELBERG O Universitatsbibliothel mittels der Vorrichtung dstellbar, ist die Auflage für das Werkzeug, Kein Schwunggewicht, welches auch wegbleiben, noch besser durchein Schwungradersetzt werden kann, gein Trittbret, der Stein selbst, von Gestaltwie ein kleiner Mühlstein, hat in der Mitte ein viereckiges Loch für die Achsemit Kurbel; oft steht über dem S. noch ein Gestell mit einem Wassergefäß, woraus auf den Stein Wasser tröpfelt. — 3. Wetzstein oder Streichschale, s. d. betr. Art. B. Nach dem Material. 1. Natürlicher, gewöhnlich Sandstein von feinem Korn. Dabei unterscheidet man: linden S., franz. pierre douce, engl. sott rubber; halblinden, frz. pierreé demi-rude, demi-douce, engl. semisoft rubber, und rauhen, frz. pierre rude, engl. coarse rubber. — 2. Künstlicher S. Man mahlt naß ganz fein 44 Th. gelben, schmelzbaren Thon und 60 Th. Bleiglätte, trocknet und mischt dies mit gleich viel Schmirgel. Das Ganze wird wieder naß gemahlen, halb getrocknet, geformt und gebrannt. Man nimmt auch 9 Th. schwefelsaures Blei auf 4 Th. Thon und dann auf 10 Th. der Mischung 13 Th. Schmirgel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 134Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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