Nivellirstab, Rivellirlatte, f., frz. mire f. graduée, engl. levelling-staff (Feldm.), eingetheilte Mäßstäbe, dienen als Vifirgegenstände beim Nivelliren, wobei sie genau senkrecht auf Pflöcke mit gerade abeschnittenen Köpfen gestellt werden, die ganz in die Erde getrieben sind. Es sind meist viereckige hölzerne Latten, 3½ —4%½ m. lang, 5 bis 7 em. breit, 3—4 em. dick; von unten bis oben in Decimeter und Centimeter eingetheilt. Man beschlägt sie unten und oben mit Eisen und zeichnet mit Oelfarbe die Decimeter abwechselnd schwarz und weiß an. Da jedoch aus weiter Entfernung das Mäß auf den schmalen Nivellirstäben nicht deutlich zu erkennen sein würde, so werden mit den Nivellirstäben die Zielscheiben, srz. voyant, plaque, engl. sliding-vane, verbunden, welche, mittels einer über Rollen dicht an den Enden des Nies straffgespannten Schnur, an jeder beliebigen Stelle des Stabes fest und der Bisirlinie entgegengehalten werden können. Die Zielscheiben selbst sind viereckig oder rund, 30 cm. im Durchmesser und vom Mittelpunkt aus in vier abwechselnd weiße und schwarze Felder Hen Visirt wird stets auf die Durchkreuzung der Mittellinien der Scheibe, und an der hintern Seite ist ein Bügel so befestigt, daß seine untere Kante gerade mit der Mittellinie der Scheibe in gleicher Höhe liegtu. man das Mãß hinten auf dem N. ablesen kann. Danach unterscheidet man N. zum Selbstablesen, frz. m. parlante, also mit Zahlen an der Vorderseite u. N. zum Verschieben, frz. m. A Coulisse, die eben beschriebenen.