Opus, n., lat., Werk, Arbeit, daher: 0. albarium, Tünchwerk, 0. album od. coronarium, Stuckarbeit, o. alexandrinum, Plattenmosaih o.allemannicum, vielfarbige Stickerei; o. anaglyphicum, Flachrelief, s. Anaglyph; Miniaturmalerei; o. araneum, durchbrochene Weißstickerei; O. arenatum, Bewurf, Abputz; o. breudatum, Bortenstickerei o. de bolino, Bunzenarbeit; o. Caementicium, Gußmauer; 0. craticium, Flechtwerk; o. diamictum, Mauerwerk ohne Binder; 0. emplectum, Füllmauer; o. fabrile, Zimmerarbeit; 0. figlinum, Töpferwaren, z. B. Fließen; 0. guratum, Musterverband, 0. kusile, Gußwerk, o. gallicanum petit appareil, s. Mauerverband B. I.; 0. gallicum, Fachwerk mit Dachziegeln ausgesetzt mit lauter Läufern, auch massive Mauer mit lauter Läufern; o. gravatum, Skulptur; o. imbricatum, Schuppenverband, s. d. Art. Mauerverband; o. incertum oder antiquum, unregelmäßiges Bruchsteinmauerwerk; o. insertum, Mauerwerk mit Fugenwechsel; o. intarsiatum, eingelegte Holzarbeit; 0. interrasile, Schrotarbeit; o. ingleichschichtiges Mauerwerk, s. Mauerverband; . its-Email von Limoges; O.marmoratum, Kalk⸗ u. Marmorstuck; o. mixtum, gemischter Mauerverband o.musivum, s. v. w. Mosaik; 0. nigellatum, s. d. Art. Niello; o. ogi-Vale, Rippengewölbe; 0. pseudisodomum, Mauerwerk mit ungleichen Schichten; o. battutile, productile, propulsatum, getriebene Arbeit, o. quadratum, Mauerverband aus quadratischen Steinen; o. reticulatum, Netzverband (s. d.) 0, revinetum, verklammertes Mauerwerk; . romaneuse, Verband aus Läufern und Bindern besin massiven Mauern; o. vomanum, Quaderbau; o. pilatum, Hafendamm auf Pfeilern und Bogen; o. rusticum, bäuerisches Werk, s. d. Art. Bossage; o.sarsurium Mosaik aus verschiedenfarbigem Marmor; o. scoticum, s. d. Art. Holzarchitektur; O.sectile od.segmentatum, Mosaik aus mittelgroßen polygonen Steinen in ihren natürlichen Farben; 0. signinum, eine Art. Beton, s. Aestrich 6.; o. spicatum, Fischgrätenmauerwerk, Heringsgrätenbau; o. tectorium, Bekleidung, bes. auch Putz, . tessslatum, gewürfelter musivischer Fußboden; 0. testudinatum, Steinwölbung; . topiarium, Landschaftsgemälde, Vedute; 0. triphoriatum, durchbrochene Arbeit; o. veneeiae, Kunstarbeit in venetianischer, halb orientalischer Weise; o. veneticum ad filum, Filigranarbeit; o. vermiculatum, Mosaik aus ganz kleinen Steinchen, auch Schachbretmofa ik genannt. Or, M., franz., Gold; or natif, or vierge, gediegenes metallisches Gold; or d'applique, Malergold; or clinquant, Flittergold; or musif, mosalque, Musivgold; or en feuilles, or battu, Blattgold; or en lame, Goldlahn; or bruni, brunirtes Gold; or trait, Golddraht, or blane, Platina; ordemi-Hn, unechtes Blattgold, or Klé, Goldfaden; or moulu, Goldblätichen, im Feuer gleichsam auf andere, härtere Metalle aufgeschmolzen; or haché, rauhe Vergoldung; or tremblant, Zittergold. Oraeulum, n., lat., frz. oraele, 1. Allerheiligstes des jüdischen Tempels. — 2. Spezialkapelle eines Heiligen, an eine Kapelle angebaut. — 3. Betstübchen, auch oratio, k. Orangegelb oder Oraniengelb, u. und adv., frz. tanné, engl. orange, tawney, lat. orangius, s. d. Art. Gelb; bedeutet in der mittelalterlichen Farbensymbolik Unbeständigkeit und Ruhmbegierde. O.e Farbe erhält man durch Mischung von Gelb und Roth. Wenn Roth mehr vorherrscht, so erhält man Orangerolh. Neuerdings gewinnt man orangegelben u. vrangerothen, harzigen in Wasser unlöslichen Farbestoff aus dem pechartigen Rückstand der „Steinkohlentheerdestillation. Man erhitzt diesen Rückstand in eisernen Retorten, so daß derselbe rothglühend wird u. zuletzt eine schwammige Kohle zurückbleibt. Der restirende „Theil des Uebergetriebenen ist der gewünschte Farbstoff; man giebt nämlich den Retorten zwei Vorlagen, deren erste man bis zu 3006 C. erhitzt erhält; in dieser bleibt die orangerothe Harzmasse zurück, die übrigen Produkte gehen in die zweite Kammer. Orangemennige, k. (Mal.), s. Mennige. Grangenbaum⸗ oder Nomcranzenbaumholz, u. (Bol.), nimmt eine gute Politur an u. wird zu Galanteriesachen verarbeitet. Es ist ein strohgelbes, hartes, zähes Holz, fasert unter dem Hobel gern auf. Orangenknospen, f. pl. (Forml.), J. d. Art. Arabesken. bouse, s. d. Art. Gewächshaus. Oratorium, n., frz. Oratoire, m., engl. oratory, lat. soratorium, dimin. oratoriolum, Raum od. Vorrichtung zum Beten, also 1. Betkammer, unweit vom Schlafzimmer gelegen; es befindet sich darin ein kleiner Altar mit Kruzifix. — 2. Kapelle, Bethaus, Betsal; 0. villarium, ossene Betfapelle an der Straße. — 3. Tragaltar. — 4. Bet⸗ „säule. — 5. Reliquiarium. — 6. Empore am Chor der Klosterkirche, hier wurden die ersten Orgeln aufgestellt, daher noch in manchen Gegenden O. für Orgelbühne gebraucht wird.