Hausflur u. in jedem Geschoß die nöthige Anzahl Zimmer Uund Kammern, gereiht um eine gemeinschaftliche Halle, in der die Familie wohnte, arbeitete, aß, Besuche empfing etc. 2079. Fig. 2080. Grundrisse der Ca d'oro in Venedig. Auch hier wurde die Halle oft nur zum Gang, oder sie mußte als Wohnstube dienen. Noch im 11., 12. und 13. „Jahrh. wird es von deutschen Chronisten etc. besonders gerühmt, wenn ein H. von Stein gebaut war. Um Raum zu gewinnen, kragte man die Obergeschosse vor. So blieb „die Disposition der deutschen Häuser fast durch das ganze iMittelalter hindurch, wenigstens mit nur geringen Abänderungen in den Städten. Auf den Dörfern war die „Gestaltung in den verschiedenen Provinzen Deutschlands, je nach der Abstammung ihrer Bewohner, sehr verschieden, „s. d. Art. Bauernhof. — In Italien behielt man auch im eigentlichen Mittelalter vielfach die Disposition des byzan⸗ „tinischenWohnhauses, anderwärts die des römischen Wohn-Jhauses theilweise bei. In Venedig z. B. und den von da aus beeinflußten Städten haben auch die Häuser des 13. u. „14. Jahrh. noch die Loggia (s. Fig. 2079 u. 2080; im Parterre ist A die Vorhalle, OD die Hinterhalle, B Geschäftse raum, E u. F Zimmer mit Zwischenboden, Gu. HNiedereslagen u. dergl.), die schmale, tiefe Halle, die Zimmer zu Jden Seiten, oft auch in diesen Zimmern Zwischenbalkenibliothek Heidelberg DFC lagen, also Halbgeschosse und nur selten einen repräsentativen Hof, wohl aber hier und da an der Rückseite einen