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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Palmweide, f. s. v. w. Salweide; s. Weide. PDalmuraholz od. Halmiraholz, n. 1. Das echte P. kommt von der Palmyrapalme (s. d.). — 2. Das unechte ist ein schwarzbraunes, sehr schweres Holz, das als schwarzes Eisenhotz im Handel geht; kommt aus Brasilien, ist das Juisara der Eingeborenen, ebenso auch Buri Palmira, Buri oder Buret gen., soll nach Martius von Diplothemium caudescens kommen. Eine Sorte desselben ist auffallend rothbraun mit rothen Gefüßbündeln im weißen Parenchym. Ein anderes Valmyraholz oder Rornüährenholz aus Brasilien soll von Sebopira Bowdichii stammen. Fam. Palmen), in Indien u. auf Ceylon, besitzt ein steinhartes, sehr schweres Holz von schwarzer Farbe, freilich von verhältnismäßig nicht bedeutender Dicke. Die Blätter dienen statt Papier als Schreibmaterial, liefern Fasern und finden zum Dachdecken Verwendung. Das echte Palmyrapalmenholz sieht aus, als sei es aus lauter schwarzen, drahtähnlichen Fasern zusammengedreht. Die Arbeiter müssen beim Zerschneiden sehr vorsichtig verfahren, da sich die einzelnen Fasern leicht abtrennen u. in die Hand einbohren. Das Palmyraholz giebt vortreffliche Schiffsplanken und Verdecke. In Jaffna kostet ein Stamm 3 bis 6 Schilling. Ueber das unechte s. d. Art. Palmyraholz. mauerte Wandfach; p. de muraille, Mauerfeld, Mauerstrecke; p. de rabot, Bahn, Sohle des Hobels; p. de voüte, das Fach zwischen Gewölbrippen; p. de tapisserie, Tapetenblatt (Bahn); colonne à pans, polygoner Pfeiler; fronton à pans, Giebel, wie er sich z. B. unter einem Krüppelwalm gestaltet, p. de penture, Bandlappen, s. Band VI. a. — 2. s. d. Art. Mäß.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 495Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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