Rein, m., d'are, de voute, frz., Bogenzwickel, Gewölbzwickel, reins, pl., Hintermauerung, Spandrille; s. d. Art. Hintermauerung, Gewölbe und Wölbung. RPeinblei oder Werkblei, n. (Hütt.), s. v. w. silberhaltiges Blei; s. Blei. rein bohren, trs. Z. (Masch.), frz. aleser, engl. bo boreup, s. ausbohren. rxeinen, trs. Z. (Hütt.), franz. ralliner, engl. to reftne; das Eisen r., s. v. w. feinen, s. Eisen. nReinbret, n. so heißen besonders astfreie Breter, die aus Schweden kommen; 3—4 m. lang, 24 30 em. breit, 4 em. stark, s. d. Art. Bret. Reinforeing-arch, s., Verstärkungsbogen, Gurtbogen. Reinigung, k. Da bei der Anfertigung vieler Arbeiten, Sbibliothe& Heidelberg namentlich beim Ausbau, das Beflecken von Gegenständen oft nicht zu vermeiden ist, so sollen hier einige Reinigungsrezepte Platz finden. I. Beseitigung von Fell- oder Oelslecken; s. Fett und Flecke. 2. Alte Vergoldung zu reinigen. Man wäscht sie mit einem feinen Schwamm und wischt schnell mit feiner Leinwand darüber hin. Das Wasser darf nicht über eine halbe Minute auf der Vergoldung stehen bleiben. Man wärmt alsdann die vergoldeken Stellen durch den davor gehaltenen Vergolderofen und reibt dieselben mit warmen leinenen Tüchern. Sehrschmutzige Oelvergoldung kann man mit äußerst schwacher Potaschenlauge od. Essigwasser reinigen, auch mit Seifenwasser od. Weingeist, in welchem etwas Seife gelöst wird. 3. Reinigen alter Mesfsingverzierungen, um von neuem einen Lackfürniß aufzulegen. Die messingenen Stücke werden in eine starke Lauge aus Holzasche oder auch in Seifensiederlauge gelegt, worauf sich der alte Lacküberzug löst und leicht beseitigen läßt. Alsdann reibt man sie mit verdünntem Scheidewasser, wäscht mit reinem Wasser nach, trocknet gut ab u. lackirt wieder. 4. Marmor, Jaspis, Porphyr etc. zu reinigen. Stärkste Seifensiederlauge wird mit ungelöschtem Kalk bis zur Konsistenz der Milch gemischt und auf die zu reinigende Platte aufgetragen. Nach 24 Stunden wird dieser Ueberzug mit Seife und Wasser abgewaschen und die Oberfläche wird sich wie neu darstellen; s. auch Alabaster, Marmorre. 5.Lintenfleche aus Holz etc. zu bringen. Man trägt mit einem Lappen Salzsäure auf, bis der Fleck verschwindet, und wäscht dann sogleich mit reinem Wasser nach. 6. Ceppicht oder gewirkte Capeten zu reinigen. Man reinige zuerst den Teppich vom Staub. Alsdann spanne man ihn am Fußboden aus, und nachdem man ½ Pinte Ochsengalle mit 2 Gallonen weichem Wasser vermischt hat, reibe man ihn mit Seife u. obiger Mischung mittels einer nicht zu harten Bürste gut ein und mit einem leinenen Lappen ab. — 7. Asiflecke aus Cannenholz zu bringen, s. Astflecke. — 8. R. alter polirter Möhel. Eine Mischung aus 1¾ saurem Bier oder Essig mit einer Hand voll Kochsalz und 1 Eßlöffel Salzsäure läßt man ¼ Stunde kochen, wäscht die Möbel mit weichem Wasser u. dann mit dieser Mischung, worauf man sie mit Politur überreibt; s. auch d. Art. Abwaschen, Aufbeizen, Gemälde, Oelfarbenanstrich etc. — 9. (Wasserb.) s. v. w. Baggern.