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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Schießbeere, f. (Bot.), s. d. Art. Faulbaum. Schießeisen, n. (Steinbr.),franz. pointerolle, f., engl. rhammershaped iron-plug, s. v. w. Anfangsbohrer oder 1Bergeisen. 1sthießen, trs. Z., 1. s. d. Art. Sprengen der Steine. — 2. (Deichb.) einen Damm od. Graben schießen heißt s. v. w. ihn aus⸗ oder aufwerfen. „stchießende Falle, k. (Schloss.), s. d. Art. Schloß. Schießer, m., 1. s. v. w. Dachgiebel. — 2. (Hütt.) s. v. wie Pochstempel. Schießgutt, n. (Schiffb.), . v. w. Schießscharte. Schießhaus, u., 1. s. v. w. Schützenhaus. Man errichtet dasselbe am Anfang des Schießplanes, eines mit Schießgraben und Schießständen versehenen, entweder genügend fern von allen bewohnten Gebäuden u. frequenten Wegen gelegenen od. gehörig verwahrten freien Platzes. Es enthalte: Restaurationslokale, Schießzimmer, Gewehrkammernu. Kammern zu Aufbewahrung des Schießmaterials. — 2. Kleines Häuschen, meist in Form einer nach dem Ziel zu offenen Halle, am Anfang des Schießgrabens errichtet, an dessen Ende das Ziel steht. Meist enthält dasselbe eben nur diese Halle, worin sich der Schießstand befindet. Schießhütte, f. eine Hütte, von Reisig od. Erde aufgeführt, mit Schießlöchern, um von da aus Wild zu schießen. Schießloch, u., s. v. w. Sprengloch. lat. mina, tueria. Die Gestalt derselben ist höchst manchsach, doch kann man dieselben unter folgende Klassen bringen: 1. offene S.srz. oréneau, engl. orenelle, kernel, lat. carnella, charnellus, quarnellus, d. i. Zwischenraum zwischen den Zinnen, Zinnenlücke. — 2. Geschlossene, frz. meurtrière im engern Sinn, engl. port-hole, sind entweder lang und schmal für Bogenschützen, dann Schießschlitz, frz. Iénarde, archière, engl. gap-bole, lat. archeria genannt, od mit einer kurzen Queröffnung für Armbrustschützen eingerichtet; dann kreuzförmige S., frz. arbalétiere, lat. arbalisteria, balistraria genannt; bei letzterer ist die Ausweitung nach innen, frz. embrasure, bedeutender als bei ersterer. Für Feuerwaffen ist eine runde Ausweitung am untern Ende od. in der Mitte des Langschlitzes angebracht; sind die Scharten außen viel weiter herabgeführt als innen, so heißen sie obantepleure; die Sen für Artillerie werden meist nur Scharte (s. d.) genannt, frz. enbrasure; s. übr. d. Art. Batteriebau, Festungsbau sowie Zinne. Schießwand,‚ k. Um beim Scheibenschießen nicht durch weitergehende Kugeln Schaden anzurichten, wird eine dicke, aus Pfosten u. Erde od. Lehm bestehende Wand hinter der

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 124Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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