Schlag, m. 1. (Wasserb.) in das Wasser gehängter Baum zu Beschützung der Ufer und zu Abweisung des Stromes. Man nimmt dazu Kiefern, Tannen, Weiden, durchlocht sie an den Stammenden, zieht Bastseile durch die Löcher u. bindet sie an Pfühle, welche in das Ufer gerammt werden. An die Zopfenden werden Steine gebunden, engl. séeking, scappling, die erste Arbeit, um einen Stein zu behauen, eine Art Falz od. vielmehr ein schmaler, ebener Streifen, der an allen Kanten einer Steinfläche herumgeht u. bei weiterer Bearbeitung des Steines zur Richtschnur dient, man sagt: den S. an einen Stein machen, franz. relever les eiselures, épanneler les pierres, engl. to scappel the stone, to seek the corners, s. d. Art. Bea) frz. sole du gouvernail, engl. sole of the rudder, eine an der unteren Seite des Steuerruders befestigte Planke, um mehr Wasser zu fangen und wirksamer das Schiff zu steuern; b) S. des Schiffs, der Theil der Leeseite beim großen Hals oder der Fockrüste. — 5. Am Ende der Weinberge breite Gräben, um das herabfließende Wasser abzufangen. — 6. (Bergbauk.) s. v. w. Stolln. — 7. s. v. w. Schlagbaum. — 8.s. v. w. Fallthüre. — 9. (Forstw.) s. v. w. Gehau. — 10. Längenmäß ⸗ ½ Ruthe, s. d. Art. Mäß. — 11. Meißnischer Provinzialismus für äußeres Stadtthor. —12.(Kriegsb.)s.v.w. Ast einesLaufgrabens. — 13.(Gieß.) s. v. w. Kranz der Glocke. — 14. S od. Turn von Tauwerk, frz. tour de cordage, einmalige Windung eines um einen Gegenstand gewundenen Taues. — 15. s. Schlagleine. Schlagbalken, m., 1. f. d. Art. Schlagthüre. — 2. s. v. wie Zugbaum einer Zugbrücke. Schlagbaum, m., frz. barre, f., engl. bar, lat. sbarra, zu Absperrung eines Weges angelegte Vorrichtung, aus einem Baum bestehend, welcher entweder aufgerichtet und niedergelegt, oder vor-und zurückgeschoben werden kann.