Schlußstein, u frz. clet, f., clausoir, m, mensole f. de voute, clef d'aro, olef de voute, engl. Key-stone, center-voussoir, lat. cuneus, clavis, span. dovéla, 1. an einem Bogen oder Gewölbe der letzte oberste Stein, dessen Eintreibung die anderen Wölbsteine zusammendrückt und dadurch die Spannung der Wölbung hervorbringt; der aber eigentlich nicht mehr als jeder andere Stein der Wölbung zu Erhaltung dieser Spannung beiträgt, wenigstens bei geradschichtigen Tonnengewölben, während er bei Kreuzgewölben, Sterngewölben etc. allerdings sehr wichtig ist, doch braucht er bei diesen nicht aus einem Stück zu bestehen, sondern man kann ringförmig aus mehreren Stücken konstruiren, bei Kuppeln also, wo jede Schicht als solcher Ring zu betrachten ist, ganz weglassen. Es sind die Gewölbeschlußsteine oft medaillonförmig verziert oder hängen zapfenartig (3. B. in der Spätgothik) herab, wo sie dann Abhängling, Schlußknauf, frz. kourche, queue f. olef pendante, engl. boss, pendent key-stone, lat. nodus, heißen; s. Bogen, Bossen, Abhängling, Gewölbe, Wölbung, gothischer Baustil u. Archivolte. — 2. Die obersten Dachschiefer eines Schieferdaches; s. Dachdeckung II. 1.