FeedSchwefelläuterofen od. Schwefelraffinirofen
TechnikBau-Lexikon 1881

Schwefelläuterofen od. Schwefelraffinirofen, m. (s. Fig. 3149), enthält eiserne Destillirkolben B, aus denen die Dämpfe in die Kammern & treten, sich hier wo eine niedere Temperatur unterhalten wird, zu Schwefelblumen kondensiren u. am Boden absetzen; später wird die Kammer nieder, wird bei habgezapft und in die Formen irgelassen. Die Retorte B faßt 250—300 Kg., der Vorwärmkessel D aber 750—800 Kg. Schwefel; aus diesem fließt dann der Schwefel schon einigermaßen gereinigt in die Retorte B über; auch wird dadurch der Luftzutritt in die Kammer vermindert, welcher Schuld ist, daß ein Theil des Schwefels zu schwefliger Säure verbrennt, die dann durch noch mehr Sauerstoffentnahme auf der Luft zu Schwefelsäure wird u. den Stangenschwefel versäuert; die Thüre G&wird nur zu Ausräumung der Schwefelblumen geöffnet, e ist die Thüre zu Ausräumung des Rückstandes aus der Retorte, kein Sicherheitsventil, e eine Klappe zu Abschließung der Luft während der Räumung der Retorte.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 173Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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