Schwefeltreibofen oder Schwefelbrennofen, m., ist ein ca. 4½ m. langer, 1, m. breiter, ,„0,% m. hoch aufgemauerter Ofen. Der Herd geht durch den ganzen Ofen durch. In der Ueberwölbung ist oben ein Loch von 10em.; durch dieses schlägt die Flamme in mit einer Haube geschlossenen Raum. Hier liegen die Schwefelröhren, Retorten, die mit Kies gefüllt werden; sie sind 1, —1½% m. lang, vorn 2½, hinten 15—20 em. weit, und mit einem Deckel versehen. Die schmale Oeffnung steht aus dem Ofen vor iglit / mothes 188456d4/0184 Heidelberg DFC u. mündet in das eiserne Schwefelpfännchen, in dem etwas Wasser ist u. in das der Schwefel läuft, der nun als Treibschwefel in den Läuterofen kommt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 174Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei