Simshobel, w., franz. rabot m. agonné, guillaume, mouchette, f., engl. moulding-plane, ungenau auch Kehlhobel, Hobel, der so eingerichtet ist,daß man die inneren Kanten eines Flächenwinkels aushobeln kann, und daher beim Falzen zumal unentbehrlich ist. Er ist 27 - 30 em. lang, 1¼½— 4 em. breit u. hat zur Seite des Eisens nach unten kein Holz, sondern das Eisen ist mitden Seitenflächen des Kastens bündig, eher noch etwas breiter. Bei hartem, sprödem, maserigem Holz giebt man ihm zuweilen auch Doppeleisen; je nach der Gestaltung der Grundfläche oder nach Bequemlichkeit der Arbeit hat man folgende Arten: sbibliothek Heidelberg gerader S., frz. guillaume droit, engl. square rebateplane krummerS., frz. guillaume eintré engl. curved moulding-plane, schräger S., frz. guillaume incliné, engl. skew moulding-plane; u. seitwärts schneidender S., auch Wandhobel gen., franz. guillaume de cõté, engl. side-rabbit-plane. Der steile S., frz. guillaume de bout, engl. steep moulding-plane, unterscheidet sich nur durch die steilere Stellung des Eisens, mit 65e Neigung, von dem gewöhnlichen S., dessen Eisen 45 Neigung hat; ersterer wird auf hartem, dichtem od. maserigem und ästigem Holz gebraucht. Die Späne treten hier nicht durch das Keilloch, sondern durch eine Oeffnung, die den Kasten quer durchsetzt. Die Schneide hat eine dem gewünschten Simsprofilentsprechende Gestalt u. danach heißt dann derS. auchKehlhobel, Karnieshobel, Rundstabhobel etc. Simskachel, k. s. v. w. Gesimskachel; s. d. Art. Kachel. Bims leiste, k, lat. impages, s. Leiste und Leistenwerk. Simsprofil, n., franz. sacome, m., engl. sine of moulding, und Simsschablone, f., franz. sabot, m., engl. templet, s. d. Art. Profil und Schablone. Simswerk, frz. moulures, f. pl., engl. dressing, Gesamtheit der an einer Fagade etc. angebrachten Simse. Simsziegel, w., s. d. Art. Gesimsstein und Ziegel. Simsziehen, u., s. d. Art. Gipssims. simulé, adj.,frz., nachgeahmt, blind; arcade simulée, s. d. Art. Blendbogenstellung. Singerde, k. s. v. w. Siengerde oder Lera de Siena. Sinakel, n., s. d. Art. signaculum. Sinedra, f., span., Zuschauersitz im Theater etc. Singakademie, f. enthält, außer einem Konzertsäl für große Aufführungen von Oratorien, kleinere Säle zu Proben, zum Unterricht u. zu musikalischer Unterhaltung, Bibliothek, Zimmer für Partituren und ausgeschriebene Stimmen, Wohnungen des Direktors, des Hauswärters, Garderoben⸗ u. Versammlungszimmer. Im Innern muß das Gebäude mehr Harmonie als auffallende Pracht entfalten, äußerlich in freundlichem Stil ausgeführt werden. Singe, m., frz., eigentlich Affe, in der Technik aber: 1. Kreuzhaspel, Kreuzwinde. — 2. Storchschnabel. Singechor, m., im Mittelalter diente als solcher meist der Lettner, in Klosterkirchen eine besondere Mönchsempore od Nonnenempore an der Westseite oder Südseite; s. Chor, Lettner, Sängerbühne etc. Singelgrund, m. (Seew.), s. v. w. Kieselgrund. single, simpie, adj., engl., einfach, z. B. single flooring, einfache deutsche Balkenlage (s. d.), single block, s. d. Art. Flaschenzug. Single-plate, 8, engl., Futterblech an der Helmstange. singler, v. tr., frz., aufschnüren, bes. Kreise mit Hülfe einer ausgespannten Schnur (simbleau) schlagen. Singmücke, k., s. d. Art. Schnaken. singulür, adj., so nennt man Punkte einer Kurve oder Punkte und Linien einer krummen Oberfläche, welche vor den übrigen Punkten oder Linien gewisse Eigenschaften voraus haben. Zu den s.en Punkten der Kurven gehören die Knoten, Spitzen, isolirten Punkte, Wendepunkte, Stillstandspunkte etc., zu den sten Linien der Flächen 3. B. diejenigen, in welchen sich zwei Flächentheile schneiden. Ueber das s.e Integral s. d. Art. Integral. Hinha (ind. Stil), Name des Löwen, mit welchem die Cantha (f. d.) öfters verziert wird. sinistre, adj., frz. (Herald.), links, links getheilt. Sink, s.,engl., 1. Gußstein. —2. Senkloch in der Piseina. sinken, 1.intr. Z., s. v. w. sich senken. — 2. trs. Z., immer tiefer hineinarbeiten, z. B. einen Schacht. Sinking, s., 1. die Senkung. — 2. Die Abteufung. Sinkkasten, m., s. d. Art. Senkkasten. Sinkloch, n., frz. souillard, m., engl. sink-hole, das Einlaufsloch im Rinnstein. Sinkstoffe, m. pl., die in einem Fluß od. dgl. sich niederschlagenden mineralischen, vegetabilischen u. animalischen Reste u. dgl, welche den Schlamm bilden s. d. Art. Anhägern etc. v. NWgyr. Binkstück, n. (Wasserb.), Sen faschine; s. Faschine; Sinkstückbau, s. d. Art. Grundbau E. Sinktrap, s., engl., Senkgrube. Sinkwerk, n., 1. frz. encaissement, m.y engl. sunken stone coffins, versenkter Brunnen, der für ein aufzuführendes Gebäude als Fundamentpfeiler dient, sowohl bei tiefem Moos⸗ oder Torfboden, als überhaupt da, wo ein neuer Pfahlrost nicht angewendet werden kann. Ein Brunnen von größerem Durchmesser kommt unter jede Ecke des Gebäudes, dann werden alle Brunnen mit einander durch massive Bogen verbunden, in der Regel so, daß über diese Bogen die Fensteröffnungen zu stehen kommen. Man füllt den innern Raum der Brunnen entweder mit Bauschutt, mit Feld⸗ od. Halksteinen aus, od. er wird von unten ausgemauert unter fortwährendem Auspumpen des Wassers. Bei Ausfüllung mit Bauschutt würde der Kranz den Bogen allein tragen müssen, deshalb ist es dann vorzuziehen, Schwellen über sämtliche Brunnen zu legen u. das Mauerwerkdes Gebäudes darüber aufzuführen. Dabei verbindet man die Brunnen, damit die Schwellen zwischen ihnen nicht hohl liegen, durch eine etwa ½ m. hohe Gründungsmauer. Weiteres s. in d. Art. Brunnengründung u. Grundbau D. — 2. frz. salon, engl. sink-work, die ins Steinsalz gehauenen Weitungen zu Erzeugung von Söle, s. d. Art. Salzwerk. — 3. s. v. w. Gesenk 4. Sinnhild, n., s. d. Art. Symbol. Binne, k., schweizerisch für Eimer. Sinnichium, n., sat., Tabernakel mit Helmdach. Sinopel, m., franz. sinople, 1. heraldisches Grün. — 2. Eine Jaspisart, s. auch Aventurin. — 3. Eisenkiesel. Sinter, m., 1. auch Zunder gen., glühende Schuppen, die beim Hämmern des glühenden Eisens sich von demselben ablösen. — 2. Ein gelblichrother Schlamm, der sich aus der Sole an den Gradirwerken anschlägt; besteht aus Gips, Kalk u. Eisenoxyd. — 3. frz. Conerétion incrustante, engl.sinter, überhaupt jeder Niederschlag aus kalkführendem Wasser, Sinterwasser, an Körpern, zwischen denen das Wasser hindurchsickert; sübr. d. Art. Kalksinter. — 4. frz. sorne, engl. sinter-slag, s. Schwahl, Schwall. Sinterasche, f.,s. v. w. Asche von halbfaulem Holz. Sinterkohle, k., frz. bouille demi-grasse à longue flamme, charbon vif, gai, engl. cherry-coal, clod-cOal, open-burning coal (Miner.), diejenigen Steinkohlenarten, welche beim Brennen zusammensintern (allmählich schmelzend in sich zusammensinken). sintern, intr. Z., 1. franz. se congeler, engl. to slag, beim Verschlacken od. Krystallisiren zusammenbacken. — 2. s. v. w. sickern, durchsickern. Bintotempel, m., s. d. Art. Japanisch. Sinuosity, s., engl., die Krümmung, Schweifung. Sinus, m., lat., 1. Meerbusen, Bucht, bauchiges Gefäß, überhaupt jede Krümmung, Einbiegung. — 2. Mãß der Krümmung eines Kreisbogens, daher auch eines Winkels oder einer Zahl, z. B. bei einem Centriwinkel der Quotient aus der, von dem Ende des einen Radius auf den andern gefällten Winkelrechten, also die halbe Sehne s des Bogens für den verdoppelten Winkel, getheilt durch den Radius r, also sin. 4 ½/r. Sinus versus ist gleich dem Sinus eine trigonometrische Funktion, sin. vers. 1 — C08. C ist gleich dem Abschnitt des andern Schenkels zwischen dem Fußpunkt des Sinus u. der Peripherie, od. gleich der Pfeilhöhe eines mit dem Radius Lbeschriebenen Kreisbogens, dessen Centriwinkel gleich a ist. Auch ist sin vers. & 2(sin. /2)à. Man wendet diese trigonometrische Funktion nur noch wenig an und führt statt derselben lieber den Cosinus ein. — 3. In der Maurersprache s. v. w. Stich od. Pfeil, d. h. größte Entfernung des Bogens von der zugehörigen Sehne, also eigentlich sinus versus des halben Winkels. liglit / mothes 188456d4/0224 eK Heidelberg DOFC Sinuslinie, K., eine Wellenlinie, hat die Gleichung Siparium, n., lat., im römischen Theater spanische Wand, besonders benutzt zu Verdeckung der Unterbühne bei Scenenveränderungen. Sipeeribaum, wn. (Bot.), s. d. Art. Grünherzholz. Siphon, m. (Wasserb.), frz. siphon, m., engl. siphon, griech. iατον, lat. sipho, ital. scephone, 1. Springbrunnenröhre. — 2. Heber, Ducker. Soll bei einer Wasserleitung das Wasser über Erhöhungen und tiefere Stellen geleitet werden, so bedient man sich mit Vortheil einer Röhre, unter Berücksichtigung der im Art. Heber gegebenen Regeln. Bei Erfüllung der dort gestellten Bedingungen erhält der Luftdruck auf dem Wasserspiegel Uebergewicht als bewegende Kraft u. es geschieht fortdauernd die Durchströmung des Wassers durch die Röhre mit derselben Geschwindigkeit, als wenn die Druckhöhe gleich der lothrechten Entfernung der Ausmündung des Hebers vom Wasserspiegel wäre. In jeder vollkommen gefüllten und absolut wasserdichten, weiten od. engen Röhre kann man demnach das Wasser zunächst über einen Berg leiten, dessen Gipfel bis ca. 9m. über der Aushebungsfläche steht, dann aber beliebig durch Thäler u. über Berge, dafern keiner derselben höher ist als der erste. Darauf beruhen die arabischen Wasserleitungen (s. d. Art arabischer Stil u. Aquädukt), sowie die neuerdings vielfach angewendete Hindurchleitung des Wassers in gekrümmten Röhren, Duckern, Siphons unter der Sohle der Flußbetten. Da man aber Röhren von bedeutenden Dimensionen nicht absolut wasserdicht herstellen kann, so muß man darauf, sowie auf die Reibung, etwas von den zu erreichenden Höhen abrechnen; ferner kann man beim Deichbau den S. statt der Ueberläufe anwenden, d. h. an Stellen, wo das Wasser, wenn es außen bis zu einer gewissen Höhe gestiegen ist, durchgelassen werden soll, wo jedoch auch die niedrigste Normalhöhe bestimmt ist. Man mauert hier einen Heber an einer entsprechenden Stelle ein, dessen Einmündung in der Gleiche des niedrigsten und dessen oberer Wendungspunkt in der Höhe des höchsten Wasserstandes vor dem Deich liegt. Natürlich steigt zugleich mit dem äußeren Wasser auch das im Heber; beim höchsten Wasserstand ist der Einmündungsarm gefüllt, in dem vordern Schenkel die Luft ausgetrieben u. hinter dem Deich resp. Berg stürzt das Wasser mit großer Schnelligkeit aus dem Heber heraus in Gräben re. Siraballiholz, n. (Bot.), ein festes u. angenehm riechendes Holz stammt von mehreren Arten Oreodaphne (Fam. Lorbergewächse) ab. Sirenen, Acheloiden, f. pl. (gr. Myth.), drei Klippen bei Capri, personifizirt als Töchter des Flußgottes Acheloos und der Melpomene, Gespielinnen der Proserpina; da sie dieser nicht zu Hülfe kamen, wurden sie von der Ceres zur Strafe halb in Vögel, nach Anderen halb in Fische verwandelt; wohnten auf den genannten Klippen zwischen Italien u. Sizilien, verlockten durch ihren schönen Oberkörper a. ihren Gesang die Schiffer u. tödteten sie dann, bis endlich Ulysses ihnen viderstand, worauf sie sich ins Meer stürzten; sie hießen Parthenope, Ligea und Leukosia. Sirex Gigas, s. d. Art. Holzwespe. Sirichhout, n. (Bot.), Tarchonanthus camphoratus, Fam. COompositae, Korbblütler, ein baumartiger Strauch des Kaplandes, dessen dichtes, schweres Holz eine schöne Politur annimmt u. sich gut zur Anfertigung musikalischer Instrumente eignet. Siricum, n., lat., Mennige. Siros, griech., lat. sirus, s. v. w. silo. Manche leiten das Wort Scheuer daher. Sissu, m., Dalbergia, f. (Bot.), starke ostindische Baumart, die dauerhaftes, schönes Nutz⸗ und Bauholz liefert. Sister, n., Getreidemaß ½ Last (s. d. und Maß). Sistrum, n., Isisklapper, Musikinstrument, bei den Aegyptern besonders zum Isisdienst gebraucht. SISLIortiEK sistyle, adj., frz., s. d. Art. Systylos. Site, s., engl., Baustelle. Si-to-oh-balli, s. d. Art. Buchstabenholz. Sittgelb, n. (Mal.), s. v. w. Schüttgelb. Sittiggrün, n. (Mal.), s. v. w. Papageigrün. Sittimholz, n. (Bot.), s. d. Art. Acacie 2. Sitting-room, s., engl., Wohnzimmer. Situattionsplan, m. (Zeichn.), franz. plan de site, de situation, tracé général, engl. plot, plan of site, Grundriß einer ganzen zu bebauenden od. schon bebauten Gegend, eines Gehöftes oder eines Grundstücks, worauf Gebäude gebaut werden sollen etc. Die Art u. Weise, Berge, Wasser, Bäume, Sümpfe etc. in Situationsplänen anzudeuten, ist in den verschiedenen Theilen Deutschlands noch so verschieden, daß wir davon abstehen müssen, hier Vorbilder dafür zu geben. Situlus, m., lat., Weihwasserbecken. Sitz, m., s. d. Art. Abtritt, Bank, Cavea etc. Sitzbad, Halbbad, n., frz. bidet, pudet, m., s. d. Art. Bad und Badestuhl. Sitzbank, k., s. d. Art. BankI. Sitzbret, u., s. d. Art. Abtritt. Sitzer, m. (Schiffb.), Irz. genou, m., engl. Hrst futtock, erste Verlängerung der Spanten; man unterscheidet S. des Flachs, der Piekstücke, der Bauchstücke, und verkehrte S.; s. d. Art. Inholz und Katsporn. Bitzstock, m. (Bergb.), Sitz des Bergmanns beim Flötzbau. Sivacantha, f. (Forml.), fünfseitiger Pfeiler; Sivastica und Siwa, s. d. Art. indische Baukunst. Six-panelled door, s., engl., Sechsfüllungsthüre. Size, s., engl., 1. Größe, Mäßstab; full size, real size, die natürliche Größe. — 2. Format; size of a moulding, Simsprofil. — 3. Leim. Size-colour, s., engl., Leimfarbe. to0 size, tr. v. engl., 1. messen, kalibiren. — 2. Justiren, ajustiren. — 3. Leimen, bes. von Papier, planiren. Sw30o0, s. d. Art. Mäß. Skapolith, m. (Miner.), pyramidaler Feldspat. Sküppa, s d. Art. Mäß. Skeleton, s., engl., 1. (Feldm.) das Netz. — 2.(Zimm.) das Gerippe, der Werksatz. Skeleton-Kkey, s.engl.(Schloss.), Dietrich, Sperrhaken. Skene, f., s. d. Art. Theater. Sketch, s., engl., die Skizze (s. d.). Skeuophylakion, n., Geräthekammer, s. Kirche C. skew, adj., engl., schief, schiefwinklig; stable, stumpfwinklige Unterlage eines Mauerhutes; s. and erest, oben frundgegliederter Mauerhuts.-arch, der einseitige Bogen; 8.-back, Auflage des Anfängers (s. d.). Snzid, s. engl., 1. der Hemmschuh. — 2. (Kriegsb.) das „Schrotholz. — 3. (Schiffb.) der Schlitten, das Reibholz. Skiff, 8., engl., Schiffchen, Kahn, Boot (s. d.).