FeedGesimshobel
TechnikBau-Lexikon 1881

Gesimshobel, m., Simshobel, m., frz. guillaume, rabot fagonné, rabot à corniche, m., engl. moulding-plane, Cornice-plane. Die G., fälschlich oft Karnieshobel gen., s. Fig. 1887, werden gebraucht, um Gesimsglieder auszuhobeln, und haben deshalb verschiedene Form. Für Profilirungen verschiedener Art muß der Tischler meist die nöthigen Hobel, wenn er sie nicht zufällig von derselben Form besitzt, sich selbst anfertigen. Bei dem Ziehen von Gesimsgliedern auf der Ziehbank erspart man die Hobelkästen, da man hier nur entsprechend geformte Zieheisen bedarf. Das Eisen des G.s, welches meist unten breiter ist als ein Keilloch, wird dann von unten in den Hobelkasten gesteckt. Nur wenn das Eisen und entsprechend die Sohle einen Karnies darstellen, ist der G. ein Karnieshobel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 439Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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