Strom, m. (Wasserb.), 1. frz. euve, m., engl. stream, großer Fluß, in der Regel schiffbar. Strombauten haben den Zweck, daß der Strom schiffbar erhalten werde und keine Ueberschwemmungen verursache, finden daher statt entweder im Flußbett oder längs des Ufers und zielen dahin, Uferbeschädigungen durch das Wasser abzuhalten, resp. auszubessern, Sandlager zu vertreiben, die Strombahn zu verlegen, die Normalbreite zu beschränken etc. Maßgebend bei allen solchen Arbeiten ist zunächst der Druck, den das Wasser auf die Ufer übt (s. darüber d. Art. Hydrostatik), sodann die Wassermenge, welche in jeder Setunde passirt gleich dem Produkt aus dem Flächeninhalt des Stromprostles und der Geschwindigkeit des Wassers; daher ist diese Stromgeschwindigkeit zu ermitteln; s. darüber d. Art. Geschwindigkeit, Gefälle, Intlinometer, Stromquadrant, Wassermesser etc. — 2. franz. Courant, fil de Peau, engl. stream, current, s. v. w. Strömung, d. h. die größte Geschwindigkeit in einem natürlichen Wasserlauf, in Biegungen an der konkaven Seite, in gestreckten Richtungen gewöhnlich in der Mitte (Stromachse); s. Stromstrich. — 8. s. d. Art. Elektrizität etc. stromabwärts, adv., frz. d'aval, en aval, à vau l'eau engl. GCown-stream, down the river, down the stream.