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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Stäckchen angemacht. thönern, adz., frz. d'argile, de terre glaise, engl. of clay, earthen, fictile, d. h. aus Thon bestehend. Thonfliese, k., . d. Art. Fliese 2. Thong, 8. engl., überhaupt Riemen, bes. Klöppelriemen der Glocke. Thongallen, k. pl., so nennt man rundliche, aus Thon bestehende Massen, welche in thonigen Sandsteinen vorkommen u. nur lokale Anhäufungen des thonigen Bindemittels dieser Sandsteine sind. Thongestein, Chonstein, m., franz. argilophyre, engl. clay-stone (Miner.), so nennt man mehr od. weniger seste, verschieden gefärbte Mineralien, welche meist durch Zersetzung felsitischer oder porphyrischer Gesteine entstehen u. den Thonen sehr ähnlich sind, deshalb auch verhärtete Thone gen. Sie enthalten Beimengungen von Kalkerde, Bittererde, Eisenoxydul, Eisenoxyd, kohlensaurer Kalkerde, Eisenoxyd⸗ und Manganoxydhydrat, auch von fein zertheiltem e Quarz, Körner von Feldspat, Glimmerblättchen etc., haben häufig auch Kali-oder Natrongehalt, geben aber sämtlich beim Anhauchen u. Befeuchten den eigenthümlichen Thongeruch. Man unterscheidet: 1. Gemeiner Thonstein, Argillolit, verhärterter Thon, weich, wiegt 1„3—2,67 L. dichte Shousteinmasse, hat weiße, graue, röthliche re., immer blasseu. un⸗ u reine Farben, wiegt 2, —3, 3. Chonmergel, s. Mergel3.;, 4. Choneisen, Chonocher, s. d. Art. Ocher; 5. Thongallerte, breiförmige Alaunerde; 6. Choneisenstein (s. d.); 7. Chon-e steinporphyr, Thonporphyr, Vorphyrtuff, verhärteter Thon u mit eingeschlossenen Kugeln einer kiesekreichenAbänderung 9 des Gesteins, theils dicht, theils hohl mit verschiedenen, in Lagen wechselnden Abänderungen von Quarz ausgefüllt und zu Achat verbunden; führt außerdem Krystalle von Feldspat sowie Körner und dodekaedrische Krystalle von st Quarz, gewöhnlich durch Fettglanz sich auszeichnend. Die re FJeldspatkrystalle sind oft aufgelöst oder zersetzt und dann V oliegen an ihrer Stelle weiße Thontheilchen; sind die Quarzrkrystalle vorwaltend, so nennt man das Gestein quarzführenden Thonporphyr. Zwischen den Feldspat⸗ und Quarzkrystallen lagern hin und wieder Körner und kleine Stückchen einer dem Bildstein ähnlichen Mineralsubstanz. Die Grundmasse enthält öfters in die Länge gezogene leere Blasenräume. Der Porphyr brichtplattenförmig, seltener schalig. Mitunter sind, mittels einer Thonmasse, eckige Bruchstücke des Thons mit einander verkittet, wo das Gestein alsdann Trümmerporphyr, auch breceienartiger Porphyr heißt; vergl. Porphyr; 8. blasiger Thonstein; die Thonsteinmasse enthält unbestimmt begrenzte, nach gleicher Richtung in die Länge gezogene Blasenräume; 9. Thonmandelstein, mandelsteinartiger Porphyr; Thonsteingrundmasse mit Mandelsteinstruktur; es finden sich Kalkspat, Zeolithe, Grünerde, Amethyst, Chaleedon, Achate und Quarze in Blasenräumen; 10. Thonschiefer (. d.). Thongrube, k., l. frz glaisidre, engl. clay-pit, Grube, wo Thon gegraben wird. — 2. Auch Chonsumpf genannt. ö Grube zum Einsümpfen, d. h. Einmachen des Thones in Töpfereien und Ziegeleien; s. d. betr. Art. FPhonhalde, f. (Miner.), s. unter Halde. thonhaltig, adj., franz. argileux, engl. argilliferous, d. h. Thon enthaltend, s. d. Art. Thon, Sandstein etc. Thonhinterfüllung, f., s. v. w. Thonschlag. thonig, franz. argileux, engl. argillaceous, d. h. dem Thon ähnlich. Thonkammer, k. s. d. Art. Brunnen I. Müller. werden; erst die so benagelten Breter werden an die Decke angeschlagen. Die Knöpfe selbst sind abgestutzte Pyramiden von 3, em. vorderem und 2,, om. hinterem Durchmesser bei 1em. Stärke. Den Alleinverkauf für Deutschland hat die Firma S. Specht u. Hutzelfieder in Augsburg; s. Fig. 3334. Thanmergel, m., s. unter Thon und Mergel 3. Thonmörlel, m., Chonspeise, k., franz. coulis (torchis) d'argile refractaire, engl. mortar made 0f Hre-clay, aus feuerfestem Thon bereiteter Mörtel, dient bes. bei Aufmauerung von Feuerungsanlagen. Thonmühle, Thonmaschine, k., srz. moulin à préparer Pargile, engl. clay-mill, loam-mill. A. Thonreinigungsmaschine, dient zum Zerkleinern des Thones u. um ihn von den darin befindlichen Steinchen zu reinigen. 3) Faßmühle (J. d.). — b) In einem eylinderförmigen Mauerwerk geht die Welle, man bringt Wasser auf den eingefüllten Thon und läßt ihn durch eine kleine Oeffnung unten an der Seite des Mauerwerks ablaufen, nachdem er zehörig geknetet und durchschnitten ist. Man kann durch Pferde oder Wasser die Mühle in Bewegung setzen. — )YThonwaschmaschine, eine Art der Faßmühle, ähnlich der inter B.zu beschreibenden Maschine, daher auch die Buchtaben dieselbe Bedeutung haben, jedoch ist hier die senkechte Welle g (Fig. 3335) hohl, um von einem Behälter t Hasser aufzunehmen, welches sie durch kleine Löcher untersiothek Heidelberg DFC halb der rotirenden Messer h, h und des beweglichen falschen Bodens » vertheilt; uist ein Gefäß von geeigneter Höhe, in welchem ein Drahtsieb wsich in einer Richtung dreht, die der Bewegung der Messer h entgegengesetzt ist. Dieses Sieb treibt die verdünnte Erde vorwärts, wodurch das Wasser genöthigt wird, durch das Sieb v bei v abzufließen u. diefeinen, gewaschenen Erdtheilchen fortzuführen. B. Maschine zu Anfertigung von Röhren und Ziegeln, Fig. 3336 im senkrechten Durchschnitt, Fig. 3337 in der oberen Ansicht dargestellt. a, a ist ein hohler Cylinder mit trichterförmiger Erweiterung b. An letztere ist ein Rumpfe geschraubt, welcher nach oben ein wenig enger wird. 4, die Bodenplatte, ist an den Cylinder a sowie an das Hauptgestell e,e der Maschine geschraubt; k, Ksind Lager für die Welle des Getriebes n, oetc.; g, g ist eine Vertikalwelle, welche unter der Platte d in einer Pfanne läuft Cylinders a hervorragende Flansche paßt. Behufs Entfernung desjenigen Thons aus der Maschine, welcher trotz dieser Flansche über den Rand des Gefäßes megelangen sollte, sind in dem Cylinder a und in der Bodenplatte dkleine Löcher angebracht. Der Thon wird in den Rumpf o geworfen u. füllt allmählich den ganzen Apparat aus. Das Messer befördert die regelmäßige Zuführung des plastischen Materials und verhütet das Anhängen desselben an das umgebende Gehäuse. Die Messer bhbilden, um denselben Druck wie durch einen massiven Kolben hervorzubringen, Lappen einer archimedischen Schraube und sind rings um die Welle g so geordnet, daß jedes Messer das unter ihm befindliche überragt. Das mit der Spindel g sich drehende Gefäß m, m drängt den Thon aufwärts gegen die Oeffnung p hin, in gleicher Weise, wie die Masse von dem untersten Messer h aus gegen p hingedrängt wird. Dadurch wird eine regelmäßige Zuführung des Materials nach der Formöffnung p bewirkt, an welche je nach der beabsichtigten Fabrikation von Drainröhren oder Hohlziegeln eine runde oder sonst geeignete, bei der Fabrikation massiver Ziegel z. B. die hier im Querschnitt dargestellte Form mit geneigten Seiten angesetzt u. mit Hülfe von Schrauben in der gehörigen Lage gehalten wird.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 332Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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