Torus, m., Rundstab 2c., s. tore; torulus, Stäbchen. tasranische Häünlenerdnung, f. franz. ordre toscan, engl. tuscan order, von den Römern tuskisch genannt u. nach dem Vorbilde der etruskischen Tempelbauten, unter nicht gerade sehr vortheilhafter Veränderung, gebildet. Nach Vitruvs Vorschrift hat die Säule 7 untere Durch-Fig. 3379. Toscanischer Fig. 3380. Toscanische Säule. Säulenstuhl. Nach Vignola. messer oder 14 Modul Höhe, die Intercolumnie schwankt zwischen 10—16 Modul. Die Verjüngung beträgt /e Modul, die Basis ist 1 Modul hoch, steht auf einem runden Plinthus, der halb so hoch als breit ist, und besteht aus einem Torus mit Ablauf. Auch das Kapitäl ist I Modul hoch. Die Breite des Abakus ist 2 Modul. Von der Hapitälhöhe kommt ½ auf die Abakusplatte, ½3 auf den Echinus, ½ auf das Halsglied nebst Ablauf. Auf dem Kapitäl liegen verzahnte Balken (trabes compactiles). Die Höhe dieser Balken richtet sich nach der Größe des Gebäudes; die Breite ist gleich dem Durchmesser des Halsgliedes. Ueber diese Balken springen die Dielenköpfe (mutuli) um 3½ Modul vor, sind vorn querüber verkleidet NIVERSHTATS- igi i-Hei über ihnen steigt der Gjebel empor, dessen Höhe 4½% Derv beträgt. Beim Auftragen dieser Mäße wird man ziemlich leichte Säule mit keck vorspringender Hängeüber dem nicht in Fries u. Architrav getheilten Geerhalten, eine Säule, welche wesentlich von der in Fig. abgebildeten etruskischen Säule abweicht, aber auch gefälliger ist als die von Palladio, Vignola u. Scamkonstruirten tn S.en, die alle drei ziemlich schwer, fastärmlich einfach nüchtern sind. Die Säule istglatt, Enthasis u. Verjüngung versehen; der Säulenfuß aus Pfühl, Rundstäbchen und Anlauf, das Kapitäl ist dem dorischen ähnlich, aber mit einem Hals versehen, der Abakus mit einem Auslauf umzogen. Das Kranzgesims, von jedem der drei genannten Meister verschieden profilirt, besteht aus lauter fortlaufenden Gliedern. Alle drei haben, wie damals üblich, Ausladung u. Höhe der einzelnen Glieder genau vorgeschrieben; wir geben in Fig. 3380 die toscanische Ordnung des Bignola, da diese noch die beste unter den dreien ist, in nachstehender Tabelle aber die Mäße nach allen drei Meistern. Versuche, den Fries, ähnlich dem dorischen, zu unterbrechen und dadurch das Ganze zu beleben, sind fast immer mißglückt; s. d. Art. Abschnitt 6. Eben so kahl als Gebälk und Säule sind nun auch Säulenstuhl, s. Fig. 3379, sowie Kämpfer u. Chambranle der Bogenstellungen, letztere ohne Schlußstein oder gar durch Fugenschnitt ersetzt, der in ganz unorganischer Weise zwischen die glatten Säulen geschoben ist. schine, s. d. Art. Kraft und Arbeit.