Treibherd, Creibofen, m., frz. fourneau de coupellation, d'affmage, engl. refming-hearth, refining-furnace (Hütt.), zum Treiben (s. d.), d. h. zum Scheiden des Silbers vom Blei dienender, runder, flacher Herdofen mit einer Vertiefung, C. im engern Sinn, frz. Coupelle, engl. sole, in der Oberfläche; vor dem Gebrauch wird er mit Lehm und Roßhären ausgeschlagen und dann vorgewärmt; er ist mit einem eisernen schurzähnlichen Hut, dem Treibhut, frz. Chapeau, engl. lid, versehen; s. unter Abtreibofen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 366Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei