Tretung, f. 1. (Bergb.). Wenn man in einem Gange firstenweise gewinnt (s. d. Art. Grubenbau) u sehr mächtige Gänge sind, so läßt man bisweilen die Firsten so lange stehen, bis sie sich ziehen und herunterfallen. Dieses Verfähren, bei welchem die großen Erzstücke dann nur noch mit Eisen und Schlägel zerkleinert werden, heißt Tretung. — 2. s. d. Art. Dreddung.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 371Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei