Verlandung, k., frz. atterrissement, die allmähliche Ablagerung von Sinkstoffen aus den Flüssen in der Ausdehnung, daß sich diese Ablagerungen zu festem, häufig kulturfähig gewordenem Boden gebildet haben. Die durch Parallelwerke (s. d.) oder bei Durchstichen außer Thätigkeit gesetzten Flußtheile läßt man, bei größeren Flüssen von selbst, durch die größeren Wässer verlanden (instruktiv sind die in großem Mäßstab entstandenen Vien am Rhein zwischen Speyer u. Maxau). Bei kleineren aber hilft man durch künstliche Mittel nach; s. Art. Anhägerungsarbeiten, Parallelwerke etc. V. an der Seeküste heißt Anlandung.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 421Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei