versetzen, trs. Z., 1. frz. bourrer, engl. to tamp, unzugänglich machen, verstopfen, verschließen; so ist ein versetztes Bohrloch ein durch das Bohrmehl oder dergl. verstsbibliothek Heidelberg heißt den nicht aus der Grube geförderten Abraum am Ort aufbauen zu einer Art Mauer, Versazmauer. — 3. Einen Ofen v. heißt, ihn mit zu viel Erz beschicken, so] daß die Kohlen dieses nicht zu schmelzen vermögen etc. — 4. Vermischen; Farben, Metalle etc. versetzt man mit anderen. — 5. An einen andern Ort setzen, z. B. Bäume oder dergl.; der Zimmermann versetzt die Riegel, wenn er sie z. B. bei zwischenliegenden Fenstern und Thüren nicht in einer geraden Linie durchgehen läßt, sondern zum Theil höher oder tiefer legt. — 6. Versetzt, besser versatzt, heißt auch s.v. w. mit Versatzung versehen; s. d. Art. Versatzung. — 7. Versetzen der Werkstücke, frz. Poser, engl. to set, to blockup; posage, mise à Place, Setting, blocking-up, s. v. w. verlegen, bes. aber gebräuchlich, wenn die Steine nicht flach liegen. Wenn das V. zu ebener Erde geschieht od. in geringer Höhe, so wird der Stein auf einer Schleife oder auf Holzrollen an Ort und Stelle gebracht. Sollen die Steine in größerer Höhe versetzt werden, so werden sie durch Hebezeuge gehoben od. durch Rollwagen auf starken Gerüsten an den Ort ihrer Bestimmung gebracht. Dann wird der Stein entweder mit den Händen oder mit Brechstangen in das Lager eingepaßt u. genau in die gehörige Stellung gebracht. Sehr große Steine werden von Hebezeugen, die durch Erdwinden bewegt werden, in die Höhe gezogen und so lange schwebend über dem Lager gehalten, bis fie richtig einvistrtsind, woraufsie langsam eingelassen werden. Sind die Werkstücke dabei annähernd gleich lang, breit u. hoch, od. überhauptstarkgenug, daß man das Ausspringen der betreffenden Löcher nicht zu fürchten braucht, so werden sie, dafern die Oberfläche später nicht sichtbar bleibt, mit dem Kropfeisen (s. d.) an das Seil besestigt, s. 3. B. Fig. 3471; dafern die Oberfläche später sichtbar wird oder zu schonen ist, werden sie mit der Adlerzange (s. d.) gepackt. Bei beiden ist es ziemlich schwierig, den Schwerpunkt zu finden. Da es nun aber bei Gewänden sehr wünschenswerth ist, daß sie, während sie noch in dem Seil hängen, bereits die lothrechte Lage annehmen, so ist die in Fig. 3472 und 3473 abgebildete (zuerst von Baumeister Pausch in Leipzig beim Theaterbau, 1866, angewendete) Vorrichtung sehr zu empfehlen. Nersetzgrube, k., frz. 10sse f. au tan, engl. Tan-pit, s. v. w. Lohgrube in Gerbereien.