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BaukunstBau-Lexikon 1881

Wehreisen, u., Eisenstange, die mit einem Ende am wnastgestänge, mit dem andern an dem Arm der Welle, —1 das folgende Gestänge anfängt, befestigt ist, so daß sie ie Kunst mit dem Geschleppe verbindet. U ehrgang, m., Mordgang, Mauergang auf Ring-Wi ern in Burgen, Schlössern re. hart unter dem Dach, 6 ischen zwei Mauern, deren innere in Bögen durchbrochen zur Vertheidigung dienend s. Vohr, Letze, Wallgang re. „Wehrlatte, f. (Wasserb.), franz. palplanche, f., engl. Mle-beam, oberste Horizontaleinfassung, Kronenholm nes Wehres. 119 m. (Wasserb.), s. v. w. Fachbaum, Maleiberstein, w. (Miner.), s. d. Art. Traß. aheich, adj.; w.e Dachung, f., s. Dachdeckung; w.e Hölzer; Nhin rechnet man die Nadelhölzer, sowie Lindenholz, Waide, Pappel etc.; s. d. Art. Bauholz etc.; w.er Guß, s. d. wet. Gußeisen; w.er Stahl, s. d. Art. Gußstahl, Stahl etc.; R Lager, die obere Seite eines Steines, solange derselbe Steinbruch liegt. HEIDELBERG eWeichbild, n., lat. pomoerium, eigentlich wohl Weihhild, auch Bleck genannt, das zu einer Stadt, einer Kirche, eeinem Kloster etc. gehörige, entweder als elose mit Mauern teingefaßte, oder, und zwar meistens, außerhalb der Ringl. mauer liegende Gebiet. Der Ausdruck stammt daher, daß nman die Grenzen durch Heiligenbilder bezeichnete; s. d. Meichblei, n., s. d. Art. Blei. nWeichbrand, m., weich gebrannte Ziegel; s. Ziegel. „Weiche, k., Ausweichestelle, ürz. changement de voie, engl. shunt, shunting, siding, turn-out, I. bei schmalen „Straßen; s. d. Art. Straßenbau. — 2. Bei Eisenbahnen. Bei eingleisigen Bahnen müssen Vorrichtungen da sein, 3begegnende Züge zu umgehen; bei zweigleisigen Bahnen aber ähnliche, um die Wagen von einem Gleis auf das andere versetzen zu können. Für Ausweichestellen, Weichenüstellen, franz. gare d'évitement, engl. Cbanging-place, „passing-place, turnout-tract, bei eingleisigen Bahnen mit bedeutendem Verkehr rechnet man beim Voranschlag ů0 ½ der ganzen Länge der Hauptbahn hinzu. Um diese Ausweichungen oder Seitenbahnen mit der Hauptbahn, oder überhaupt dort, wo zwei Bahnen neben einander laufen, eine Bahn mit der andern zu verbinden, sind vielerlei Vorkehrungen, Weicheneinrichtungen, erfunden worden. Manche solcher Wen sind a) unbeweglich, lassen also nur die Gelegenheit, auf ein anderes Gleis überzugehen, u. heißen einfache oder feste W.n, frz. aiguillage. Die einfachsten sind die sanft gekrümmten Beiseiteleitungen des einzigen Gleises, ohne Kreuzung u. Anschlußgleise, ürz. aiguillage aune voie, obangement simple; außerdem giebt es zweigleisige u. dreigleisige, frz. aiguillage à deux, trois voies, changement double, triple; weiter giebt es Abzweigungsweichen, frz. changement de voie de bifurcation, Rechtsweichen, frz. hangement de voie avec déviation à droite, Einksweichen, frz. changement de voie avec déviation à gauche, und symmetrische W.n, frz. changement de voie symetrique, endlich ganze Gruppen von W.n, sogenannte Weichenstraßen oder Rangirköpfe, frz. kaisceaux de voies de manoeuvre. Zu Herstellung der Kreuzungen, denen Schienenstränge dabei unterworfen sind, sind besondere Schienen, Weichenschienen, Versatzschienen oder Ausweichschienen, franz. aiguille, engl. siding-rail, switch, etc. erfunden worden und werden stets noch neue erfunden. Das-Jjenige Stück, welches die eigentliche Kreuzung zweier Schienen darstellt, heißt Herzstück, franz. roisement (im engern Sinn), und davon giebt es einfache und doppelte. Eine Varietät bildet der Plattendurchlaß, frz. dalot; dazu kommt die Backenschiene, frz. contre-aiguille, und die Zungenwurzel, franz. talon d'aiguille; das Zungenstück, frz. (aiguille im engern Sinn) rall mobile, engl. slidingtongue, switch-tongue, auch Leitzunge genannt. Weiter einzugehen ist hier nicht der Raum. Die Speziallitergtur giebt sehr viel über die W.n. Es ist nöthig, den Winkel, den sie mit der Hauptbahn bilden, möglichst zu verkleinern, um die Wagen auf denselben eben so sicher wie auf einer geraden Linie in der verlangten Richtung fortzuführen. Wo die Versatzschienen aus der Hauptbahn gehen, darf der Winkel bei gewöhnlicher Spurweite nicht viel über 7e sein, während der Radius der Uebergangskurven, bei Anwendung von slide-rails od. beweglichen Schienen, eine Länge von 120—150 m. erhalten kann. Die Schienen der geraden Richtung müssen Tangenten an die ableitenden Bahnkurven (Uebergangskurven) sein. b) Bewegliche Win, frz. changement à manoeuvre, engl. switeh-sheet. Um den herankommenden Wagen zu zwingen, auf das richtige Gleis zu fahren, sind Weicheneinrückungen, Weichenstellvorrichtungen nöthig, frz. appareils de manoeuvre, die aus einem Untersatz, frz. bofte de manoeuvre, bestehen; auf diesem ruht ein Gestell, Weichenhorn, frz. cheyalet de manoeuvre, cage de croisement, engl. svriteh-box, pointbox, an welches die Sperrvorrichtung, franz. arret mobile, angebracht ist, welche mittels einer Zugstange, dem Weichenhebel, franz. jevier de manoeuvre, tringle de manoeuvre, engl. switeh lever, regiert wird und mit einem Weichenverschluß, franz. Cadenassement d'aiguille, versehen ist.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 469Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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