FeedKappe
BaukunstBau-Lexikon 1881

Kappe, f. frz. Cape, k., Capot, m., engl. cap, hood, ital. cappa, griech. anner, überhaupt jede hauben⸗ oder mantelartige Bedeckung oder Bekrönung, besonders 1. frz. lunette, pan de voute, engl. vaulting-cell, sectroid, in Oesterreich auch Schild gen.; Ohr am Kappengewölbe, s unter Gewölbe und Gewölbkappe; — 2. frz. Chaperon (f. d.); die schräge Decke einer freistehenden Mauer, damit das Wasser von derselben ablaufe, s. auch d. Art. Brücke, Mauerabdeckung etc.; — 3. die obere Hälfte eines gebroche-Deiches etc., s. v. w. Kamm, Krone, Crete; — 5. (Kriegsb.) s. v. w. Bonnette; — 6. Guß von Mörtel über die äußere Fläche eines Gewölbes, um dasselbe durch gleichmäßigen Druck haltbarer zu machen; — 7. frz. Chapéeau, engl. caps111 (Bergb.), bei einem ausgezimmerten Schacht die kürzeren Hölzer der Geviere, welche auf die Jöcher der Thürgerüste eingelassen sind und dieselben aus einander halten; — 8. (Mühlb.) das Blech, womit der Aichpfahl beschlagen ist; — 9. K. eines Bocks, Bohlwerks etc., s. v. w. Holm s. d. Art. Deckschwelle, Holm, Kopfbalken etc.; — 10. böhmische K., s. unt. böhmisches Gewölbe; — 11. K. eines Pfeilerkopfs, s. d. Art. Haube, Brücke etc.; — 12. K. eines Kohlenmeilers, s. d. Art. Kohlenbrenner.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 152Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

In anderen Lexika 1

Alle Lexika nebeneinander →

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Baukunst 6