Zulage, f., 1. frz. maisonnage, assemblage, bati, m., engl. framing, span. maderaje, lat. coassatio, materiatio, Gesamtheit des auf dem Zimmerhof (s. d.) behauenen und vorbereiteten, zurecht gearbeiteten, in einander gepaßten u. vorgelegten Zimmerholzes, das zu den Balkenlagen u. dem Dachwerk eines Gebäudes gehört. Die Zeichnung dazu heißt Werksatz (s. d. sowie auch abbinden und Abbohren 2. etc.). — 2. (Tischl.) frz. rapport, cale, engl. Caul, beim Fournieren geschweifter Flächen legt man, um das Fournier anpressen zu können, ein genau an das Arbeitsstück passendes Holz mit in die Leimzwinge, dieses Stück heißt die Zulage. Bulagsklammer, k., frz. égrene, s. im Art. Klammer.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 524Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei