Logger sind kleinere, scharf gebaute und mit Kiel versehene Fahrzeuge, die zur Fischerei, als Lotsenboote und zur Küstenschiffahrt benutzt werden. Sie haben drei Masten mit Loggersegeln und finden sich hauptsächlich an der franz. Küste, wo sie chasse-marée genannt werden. Die Loggersegel sind trapezförmig. An ihrer obern schrägen Kante ist eine Raa und das Tau (Fall), mit dem man letztere am Maste in die Höhe zieht, nicht in der Mitte der Raa, sondern auf ein Dritteil derselben von vorn gerechnet befestigt. Die vordere untere Ecke des Segels (Hals) wird am Fuße des Mastes straff festgemacht, wodurch die Raa in ihrer schrägen Stellung gehalten wird. Die meisten Boote der Kriegsschiffe führen ebenfalls Loggersegel.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 147Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei