Mauch (Karl), verdienter Afrikareisender, geb. 7. Mai 1837 zu Stetten im Remsthal (Württemberg), besuchte 1854—56 das Lehrerseminar in Gmünd, trat 1859 eine Hofmeisterstelle in Osterreich an und reiste 1863 nach Südafrika. Mit dem Elefantenjäger Hartley machte er zwei große Reisen nach Norden, in die Gebiete zwischen Limpopo und Zambesi (Mai 1866 bis Jan. 1867 und März bis Dez. 1867), auf denen er weite, bis dahin großenteils unbekannte Landschaften zur Kenntnis brachte. Zugleich entdeckte er auf der zweiten dieser Reisen (1867) die Goldfelder im Maschonalande und am Tati. Inzwischen hatte ihn eine von A. Petermann veranstaltete Sammlung in den Stand gesetzt, eine [dritte Reise nach Norden zu unternehmen, wobei er den Osten der Transvaal-Republik durchzog, den Limpopo überschritt und an dessen Nebenfluß Bubye aufwärts die Missionsstation Inyati im Matebele-Lande erreichte (Mai bis Okt. 1868). Von Inyati Yte er im Jan. 1869 einen größern Ausflug nach Norden zum Umnjatifluß und kehrte dann nach Potschefstroom, der Hauptstadt der Transvaal-Republik, zurück. Eine Karte dieser drei großen Reisen ist in Petermanns Mitteilungenv (1870) veröffentlicht, wo auch seit 1866 seine sämtlichen Briefe und Berichte zu finden sind. Am 30. Juli 1871 trat er eine neue größere Reise nach Norden an, die 5. Sept. zur Entdeckung der Ruinen von Zimbaoé führte. Er gelangte 1872 nach Senna am Zambesi und kehrte wegen Krankheit nach Europa zurück, wo er 1874 als Geschäftsführer der Spohnschen Cementfabrik in Blaubeuren Stellung fand. Er starb 4. April 1875 im Ludwigshospital zu Stuttgart an den Folgen eines Sturzes. Eine übersicht seiner Reisen nebst Beschreibung seiner Reise nach Zimbadé hat er in Nr. 37 der Ergänzungshefte der Petermannschen „Mitteilungeno (Gotha 1874) gegeben.