FeedMeckel (Joh. Friedr.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Meckel (Joh. Friedr.), der Jüngere, ausgezeichneter deutscher Anatom, geb. zu Halle 17. Okt. 1781, der Sohn Philipp Friedrich Theodor M.s (geb. 30. April 1756, gest. 28. März 1803 als Professor der Chirurgie und Entbindungskunst zu Halle) und der Enkel Johann Friedrich M.s (geb. zu Wetzlar 31. Juli 1714, gest. zu Berlin 18. Sept. 1774, bekannt durch seine anatom. Arbeit De quinto pare nervorum cerebrio, Gött. 1778), studierte zu Halle und Göttingen. Hierauf ging er nach Würzburg und Wien, später nach Paris und endlich nach Italien. Im J. 1806 erhielt M., welcher schon durch seine Inauguraldissertation De conditionibus cordis abnormibus „ (Halle 1802) Aufsehen erregt hatte, in Halle die Professur der Chirurgie, die er bald mit der der Anatomie und Physiologie vertauschte. Er starb zu Halle 31. Okt. 1833. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: die Ubersetzung von Cuviers 4Vergleichender Anatomiev (4 Bde., Lpz. 1809—10), welche in den Anmerkungen einen Schatz der seltensten Kenntnisse enthält, der dieselbe weit über das Original stellt; „Beiträge zur vergleichenden Anatomiev (2 Bde., Lpz. 1809—13), (System der vergleichenden Anatomiep (6 Bde., Halle 1821—33); ferner: (Handbuch der pathol. Anatomie » (3 Bde., Lpz. 1812 18), «Handbuch der menschlichen Anatomier (4 Bde., Halle 1815—20), Tabulae anatomico-pathologicae v (4 Hefte, Lpz. 1817—26), Descriptio monstrorum nonnullorumo (Lpz. 1826, mit Kupfern).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 554Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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